Christoph 18 war gegen 17.45 Uhr wegen eines medizinischen Notfalls in einem Haus in der Nähe des Bahnhofs angeflogen. Der Pilot entschloss sich zu einer Landung auf dem Park & Ride Parkplatz. Dabei übersah er offenbar einen in seinem toten Winkel abgestellten Opel. Beim Aufsetzen bohrte sich das rechte Seitenleitwerk in die Frontscheibe des Fahrzeugs. Glücklicherweise war der Pkw zu diesem Zeitpunkt nicht besetzt.


Techniker angefordert
Die Hubschrauberbesatzung und auch der Notarzt bemerkten den Schaden erst beim Aussteigen aus dem Helikopter. Zunächst war nicht klar, ob an dem Hubschrauber ein Schaden entstanden ist und ob die Maschine weiter flugfähig ist. Aus diesem Grund sollten noch am Abend Techniker aus Landshut nach Ochsenfurt kommen. Sollten eventuelle Beschädigungen einen Start des Helikopters verhindern, muss Christoph 18 auf dem Landweg abtransportiert werden, informierte Polizei-Pressesprecher Karl-Heinz Schmitt.

Polizeihauptkommissar Karl-Heinz Schmitt: Unfall bei Landung des Rettungshubschraubers by Infranken.de

Die Ermittlungen hinsichtlich der Unfallursache werden auf Seiten der Polizei von einem luftfahrtkundigen Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried geführt. Die medizinische Versorgung in dem zugrunde liegenden Notfall war trotz des Unfalls gewährleistet.


Update (16.05.2013, 22.06 Uhr)
Nachdem der Rettungshubschrauber geringfügig angehoben worden war, konnte das beschädigte Auto weggezogen werden. Die Kosten für die Reparatur des Pkw dürften sich auf mindestens 1000 Euro belaufen.

Nach einer ersten Inaugenscheinnahme durch Techniker wurde entschieden, den Hubschrauber zu dem etwa 200 Meter entfernten Gelände der Ochsenfurter Feuerwehr zu schieben, was inzwischen erfolgt ist. Für den Transport des Hubschraubers zur Feuerwehr wurde der Verkehr von der Ochsenfurter Polizei kurzzeitig angehalten. Der Helikopter bleibt dort bis Freitagmorgen. Dann wird er auf einen Tieflader verladen und nach Bonn/St. Augustin zur einer ADAC-Werft gebracht. Dort werden dann weitere Untersuchungen durchgeführt. Erst dann wird sich nach einer eingehenden Inspektion mit letzter Sicherheit klären lassen, ob an der rechten Stabilisierungsflosse am Heckausleger (nicht Seitenruder - wie bislang berichtet) ein Schaden entstanden ist.

Mittlerweile steht auch fest, dass der Hubschrauber bei seiner Landung auf dem Parkplatz mit der rechten Stabilisierungsflosse zunächst das Dach des Opel traf und dann die Frontscheibe durchschlug.

In dem Rettungshubschrauber, der um 17.16 Uhr in Ochsenfurt gestartet und nach nur vier Minuten Flug gelandet war, befanden sich neben dem Pilot noch zwei Rettungssanitäter und ein Notarzt. red