Nach den vielen Missbrauchsfällen und den Meldungen über eine Rekordzahl an Austritten gibt es nun endlich wieder positive Nachrichten aus der katholischen Kirche. In Wiesentheid kommt der Gottesdienst als Livestream gut bei den Bürgern an. Ein Gottesdienst, der wegen Corona live ins Internet übertragen wird und das nicht nur, wenn Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen. Das klingt, als wäre die katholische Kirche im 21. Jahrhundert angekommen. So viel Neues und Modernes. Wenn es so weitergeht, dann könnte das Zölibat schon im 22. Jahrhundert abgeschafft werden.

Das beherrschende Thema war diese Woche aber erneut der Altmain und die Menschenmassen, die dort zum Baden regelmäßig erscheinen. Neuester Hotspot: die "Alte Fähr" in Marktsteft, wo neulich sogar ein Mann dabei beobachtet wurde, wie er mangels Toiletten, sein großes Geschäft im großen Gewässer erledigte. Während das in Marktsteft für große Aufregung sorgte, durften in der Nähe von Schwarzach sogar die Ponys zum Baden in den Baggersee. Viel reinlicher durfte dieses Bad sicher auch nicht abgelaufen sein. 

170 Tonnen pressen den Reifen platt

Marktsteft war diese Woche so etwas wie das Nachrichten-Zentrum des Landkreises. Denn dort sorgte ein gestrandeter Schwertransporter für Aufregung. Bereits vor vier Wochen hatte die Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried einen Laster aus Italien an einem Parkplatz festgesetzt. Beladen war dieser mit einer 170 Tonnen schweren Presse, die wohl vor der Kontrolle der Polizei bereits den Reifen des Schwertransporters platt gepresst hat. Das wäre mit einem Nagel sicher auch leichter gegangen. Am Mittwochabend stand die Presse auf einem Ersatzfahrzeug verladen endlich abfahrtsbereit da, der Motor der Zugmaschine lief bereits, alles sah so aus, als ob der Schwertransport gleich losrollt – doch dann wurde aus der Weiterfahrt wieder nichts.

Auch am Freitag stand der Tieflader noch immer auf dem Parkplatz. Auch mehrere Nachfragen bei der betreffenden Spedition, wann der Transport Richtung Norddeutschland nun wirklich startet, liefen ins Leere. Wer weiß: Vielleicht überwintert das überschwere Strandgut ja sogar noch vor Ort?