52 Jahre gibt es den CSU-Ortsverband Rödelsee, 34 Jahre davon war Horst Kohlberger Vorsitzender – von 1981 bis 2015. Nun darf sich der 72-Jährige Ehrenvorsitzender nennen. Sein Nachfolger Hermann Eickhoff überreichte ihm beim ersten „Schwarzen Freitag“ der CSU die Ernennungsurkunde.

Schwarze Servietten auf den Tischen, Schweinsbraten in Schwarzbiersoße mit Schwarzwurzeln, Schwarzwälder Schinken und Schwarzbrot – fast alles war Schwarz beim ersten „Black Friday“ des CSU-Ortsverbands und die Schwarzen stießen mit einem „Schwarzen Iwan“ als Aperitif auf einen schwarz-schönen Abend an, der künftig einmal im Jahr stattfinden soll.

Im Dorf fest verankert

Vorsitzender Hermann Eickhoff freute sich, dass der 63 Mitglieder zählende Ortsverband fester Bestandteil des dörflichen Lebens und schlagkräftig sei. So etwas gelinge nur, wenn sich Mitglieder mit dem Ortsverband identifizierten und lange Jahre dabei blieben. Und es benötige Impulse, Impulse, die Horst Kohlberger stets ausgesandt habe, dankte Eickhoff.

Inspiriert von Franz Josef Strauß sei Kohlberger 1972 in die CSU eingetreten. 1978 sei das Bürgermeisteramt für die CSU verloren gegangen. „Es war eine schwere Zeit für den Ortsverband“, erinnerte Eickhoff, der in diesem Jahr erst auf die Welt kam. Horst Kohlberger habe in dieser Zeit sehr viel und stetig im vorpolitischen Raum gearbeitet, sprich sehr viel Zeit zum Beispiel in Sportturniere oder in den Kinderfasching in Fröhstockheim gesteckt.

Nach 24 Jahren hätte die CSU mit Hugo Dotterweich wieder den Bürgermeister stellen sollen, doch sei dieser kurz vor Amtsantritt gestorben. Auch nach diesem schweren Schlag habe Kohlberger weitergemacht und mit Burkhard Klein einen neuen Kandidaten gefunden.

Kohlberger habe nie aufgegeben und dem Ortsverband viel Zeit und Herzblut gegeben und damit langfristig und nachhaltig ein starkes Fundament aufgebaut. In der Bevölkerung sei er als „der Fröhstockheimer“ parteiübergreifend beliebt. Er sei der „Gentleman der CSU“ und habe sich als solcher nie in den Vordergrund gedrängt, sondern immer der Sache gedient.

Aber Eickhoff vergaß auch nicht, Kohlbergers Ehefrau Gertrud mit einem Geschenk zu danken, da sie auf ihren Mann unzählige Stunden habe verzichten müssen. Den Glückwünschen des Vorsitzenden und seines Stellvertreters, Bürgermeister Burkhard Klein, schlossen sich die Mitglieder mit stehendem Applaus an.