Fahrlässige Brandstiftung ist nach Angaben der Polizei die Ursache für den Wohnhausbrand in Reupelsdorf , der an Pfingstmontag zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte geführt hat. Das Feuer im Wiesentheider Ortsteil war am Abend des 1. Juni im Dachgeschoss eines Mietshauses in der Hauptstraße ausgebrochen. Ausgelöst hatte es einer der Bewohner selbst, wie die Polizei nun auf Nachfrage mitteilte - durch fahrlässiges Verhalten. Der Brand soll "durch unsachgemäße Entsorgung abgerauchter Zigaretten" entstanden sein.

Das Feuer zerstörte wie berichtet große Teile des Dachstuhls und der darunter liegenden kleinen Appartements, die zu dieser Zeit vermietet waren. Menschen kamen nicht zu Schaden, sie konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Rund 80 Feuerwehrleute aus Reupelsdorf, Wiesentheid und benachbarter Ortschaften waren im Einsatz. Sie hatten das Feuer in unmittelbarer Nachbarschaft zur katholischen Kirche und angrenzender Gebäude nach etwa anderthalb Stunden unter Kontrolle. Das Rote Kreuz war mit 40 Helfern vor Ort, unter ihnen ein Notarzt. Eingreifen mussten sie aber nicht.

Am nächsten Tag untersuchten Brandermittler der Kripo Würzburg das Gebäude. Wie die Polizei nun mitteilt, entstand bei dem Brand rund 350 000 Euro Sachschaden. Die Feuerwehr war nach erster Einschätzung davon ausgegangen, das Gebäude sei wegen durchhängender Decken einsturzgefährdet. Dies ist laut Polizei nicht der Fall. Die Wohnung im Dachgeschoss sei nur "vorübergehend nicht bewohnbar", heißt es.