Den Schutz der Menschen und von Hab und Gut lässt sich der Markt Kleinlangheim mit seinen Ortsteilen Atzhausen und Haidt/Stephansberg in diesem und im kommenden Jahr viel kosten. Die Feuerwehr Kleinlangheim bekommt ein neues Löschfahrzeug, für das im diesjährigen Haushalt 100 000 Euro eingestellt sind. Bei der Wehr in Atzhausen wird in das Gebäude investiert und die Haidter Wehr erhält eine neue Tragkraftspritze. In der Ratssitzung am Mittwochabend wurden alle Vorhaben einstimmig abgesegnet.

Das neue Löschfahrzeug HLF 10 (Hilfleistungs-Löschgruppenfahrzeug mit 1000 Liter Wasser an Bord) der Kleinlangheimer Wehr wird voraussichtlich im September 2017 eintreffen, der Gesamtpreis liegt bei rund 340 000 Euro. Bürgermeisterin Gerlinde Stier gab die Angebote bekannt: Für das Fahrgestell bekam die Firma MAN den Zuschlag und die Firma Albert Ziegler erhielt den Auftrag für Aufbau und Ausrüstung, da sie laut Aussage der Bürgermeisterin bei der Begutachtung durch die Kommunalberatung Kubus das volle Leistungsverzeichnis erfüllte.

Für die Tragkraftspritze der Haidter Feuerwehr wurden ebenfalls verschiedene Angebote eingeholt, wobei die Firma Magirus zwar das günstigste Angebot abgab, aber laut Gutachten des Feuerwehrkommandanten Albert Müller nicht ganz die Erwartungen der Wehr erfülle. Beim Vergleich der etwa gleichwertigen Angebote der Firmen Ziegler und Rosenbauer sprach sich der Kommandant für das Angebot der Firma Ziegler von 13 995 Euro aus, da die Motorleistung eine längere Lebensdauer verspreche. Zum Kauf der Spritze erhält die Gemeinde einen Zuschuss von 4500 Euro, gab die Bürgermeisterin bekannt.

Dem Rat lag der Antrag des Atzhäuser Feuerwehrvereins auf Dachisolation und Installation einer Toilette im Obergeschoss des Feuerwehrhauses vor. Aus dem Schreiben des Vereins verlas die Bürgermeisterin, dass es inzwischen zahlreiche Anfragen aus der Einwohnerschaft vor allem wegen der Toiletten gegeben habe, da der Raum im Obergeschoss auch für den Gemeindenachmittag genutzt wird „und das WC ist vor allem für ältere Mitbürger wichtig“, stand im Schreiben. Die Arbeiten sollen in Eigenregie abgewickelt werden. „Wir sind sehr froh über dieses Angebot“, lobte die Bürgermeisterin die Initiative der Vereinsmitglieder. Die Gemeinde wird die Materialkosten in Höhe von rund 10 000 Euro tragen, war sich der Rat einig.

Schließlich ging es noch um Ausrüstungsgegenstände in der Hauptsache für den Personenschutz für die Kleinlangheimer Feuerwehr: Schutzanzüge für die Jugend und Helme und Atemschutzmasken. In diesem Jahr stehen für die Nachrüstung der Wehr rund 6650 Euro an, „aber im Schnitt geben wir pro Jahr rund 15 000 Euro für die Ausrüstung der drei Feuerwehren aus“, lautete die Bilanz der Bürgermeisterin.