Das geplante Baugebiet „Wethäcker“ in Hörblach beschäftigt den Schwarzacher Gemeinderat aufgrund seiner Lage im Überschwemmungsgebiet des Mains seit Jahren. Wie der Altort liegt die Fläche an der Großlangheimer Straße im Bereich eines hundertjährigen Hochwassers. 18 Bauplätze sollten einst dort entstehen. Übrig geblieben sind vier Häuser, die nun unmittelbar neben der Großlangheimer Straße gebaut werden dürfen. Die Ratsmitglieder stimmten in ihrer Sitzung am Dienstag der Erschließungsplanung des Ingenieurbüros TIG Dettelbach bei einer Gegenstimme (Josef Wächter, CSU) zu.

Planer Thomas Glückert stellte die fertigen Pläne vor. Die vier Grundstücke sind für heutige Verhältnisse relativ groß und haben eine Grundfläche zwischen 830 und 1050 Quadratmeter.

Die Hochwasserlage sorgt für unangenehme Auflagen für die künftigen Bauherren. Sie müssen ihre Hauseingänge 80 Zentimeter über dem Niveau der Großlangheimer Straße errichten. Das Landratsamt Kitzingen hat den Einbau von Kellern in die Gebäude grundsätzlich untersagt. Die Grundstücke werden an das Erdgasnetz angeschlossen. Die LKW Kitzingen wird die Gas-Hausanschlüsse installieren.

Ein Gehweg entlang des Mini-Baugebiets ist nicht geplant, was einigen Mitgliedern der CSU-Fraktion nicht gefiel. „Das ist nicht gerade familienfreundlich“, so Maria Fieber. „Wir müssen an die Sicherheit der Kinder denken“, meinte Christine Keppner-Siegert.

Die Ausschreibung der Erschließungsarbeiten in dem Baugebiet erfolgt gemeinsam mit einem weiteren Projekt im Ortsteil Schwarzenau. Dort wird das bislang unbefestigte Teilstück des Flurwegs nach Neuses am Berg ausgebaut. Durch die Maßnahmenkooperation erhofft sich Glückert günstigere Preise.

Hohe Zuschüsse erwartet

Der Planer rechnet mit Gesamtkosten von 133 000 Euro für den Ausbau des 370 Meter langen Wegabschnitts. Hohe Zuschüsse werden vom Amt für ländliche Entwicklung erwartet, etwa 60 bis 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Der Eigenanteil der Gemeinde liegt je nach Förderhöhe zwischen 50 000 und 60 000 Euro. Laut Bürgermeister Volker Schmitt (FCW) sind die Landwirte mit der vorliegenden Planung einverstanden.

Weitere Punkte aus dem Rat:

• Die Firma Lenz-Ziegler-Reifenscheid lagert in der Gemarkung von Düllstadt Bodenmaterial ab und will es mit einer Trommelsiebmaschine durchsieben. Der Gemeinderat stimmte mit der Auflage zu, dass die Lärmschutzwerte einzuhalten sind. Um Staubentwicklung zu verhindern, sollen Maschine und Material mit Wasser besprüht werden. Der Lagerplatz ist etwa einen halben Kilometer von der nächsten Wohnbebauung entfernt.

• Bauvorhaben genehmigt: Die Abtei Münsterschwarzach darf ein Carport mit Geräteschuppen in der Schweinfurter Straße 40 errichten. Katharina und Manfred Ziegler errichten im Ahornring 2 in Düllstadt eine Garage und bauen ein neues Carport. Genehmigt wurde die Änderungsplanung für ein bereits genehmigtes Nebengebäude in der Schweinfurter Straße 105 in Gerlachshausen durch Petra Engelhardt. Die Nachbarn, die mit der Tekturplanung nicht einverstanden sind, wurden auf den Rechtsweg verwiesen.