Für erhebliche Probleme sorgen Feuchttücher im Abwassersystem des Marktes Rüdenhausen. Die beliebten Tücher werden oft über das WC entsorgt anstatt über den normalen Hausmüll. Bürgermeister Gerhard Ackermann berichtete in der Sitzung des Gemeinderates, dass es deswegen gerade in letzter Zeit immer wieder Verstopfungen der Pumpen in der ehemaligen Rüdenhäuser Kläranlage gegeben habe.

Beim Abwasser gehört Rüdenhausen bereits seit vielen Jahren dem Zweckverband Schwarzacher Becken an. Das Abwasser aus Rüdenhausen wird vom Ort über Leitungen in die Anlage am Main bei Stadtschwarzach geleitet. Zuvor wird es in der ehemaligen Kläranlage der Gemeinde am Ortsrand in Richtung Feuerbach vorgereinigt.

Dort stehen einige Pumpen, über die das Abwasser dann nach Schwarzach gepumpt wird. Zuletzt fielen diese wegen der Feuchttücher häufiger aus, so dass laut Bürgermeister Ackermann "mindestens ein bis zweimal die Woche" extra Mitarbeiter aus Schwarzach zum Reinigen nach Rüdenhausen kommen mussten.

Appell zur korrekten Entsorgung

Die Beseitigung der Verstopfungen trägt der Verursacher, also der Markt Rüdenhausen. Wie Bürgermeister Ackermann vortrug, müssen diese Kosten künftig bei der Neukalkulation der Abwassergebühren mit eingerechnet werden. Es könne durchaus sein, dass die Abwassergebühren dadurch steigen werden. Der Bürgermeister appellierte deswegen an die Bürgerinnen und Bürger, die Feuchttücher in Zukunft korrekt zu entsorgen.

Außerdem war das Gewerbegebiet Rüdenhausen-Nord Thema. Darin wurde der Aufstellungsbeschluss zur ersten Änderung des Bebauungsplanes behandelt. Diese umfasst eine Fläche von 3,3 Hektar im Bereich der bestehenden Gärtnerei und der nach Westen anschließenden landwirtschaftlichen Flächen.

Es gibt einige Abweichungen

Hier will ein Investor Lager- und Logistikgebäude zur Vermietung errichten, hieß es. Die Vorgaben des Bebauungsplanes seien teilweise nicht einzuhalten. Das betreffe laut Sitzungsvorlage unter anderem die Höhe und Länge des Gebäudes, sowie die Wohnnutzung einer Fläche. Ein Ortstermin erfolgte bereits, auch das Landratsamt sei laut Bürgermeister Ackermann mit einbezogen. Das Bauvorhaben soll im Januar 2023 starten und bis Ende August 23 fertig sein, hieß es.