Rund 3000 Bildstöcke zieren die Landschaft Unterfrankens schon seit vielen Jahrhunderten. Eines der religiösen Wahrzeichen liegt dem ehemaligen Geschäftsführenden Vorstand der ÜZ Mainfranken, Gerd Bock, besonders am Herzen. Jeden Tag seiner zwölfjährigen Tätigkeit bei der ÜZ fuhr er auf dem Weg nach Lülsfeld am Bildstock der "14 Nothelfer" an der B 22 bei Laub vorbei.

Schon bald beschloss er: Wenn er einmal in den Ruhestand gehen würde, möchte er mit Unterstützung der ÜZ dieses Denkmal restaurieren lassen. Gesagt, getan: Nachdem sich Gerd Bock Ende 2019 aus seinem Amt verabschiedete, wurde die Sanierung in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde bei Restaurator Petro Schiller in Auftrag gegeben, wie es im Schreiben an die Presse heißt.

Ein Zeichen der Dankbarkeit

"Für mich ist dieser Bildstock ein Zeichen meiner Dankbarkeit, Glück im Leben gehabt zu haben", sagte Bock bei einer Ansprache als die Initiatoren sich beim fertigen Bildstock trafen. René Schlehr, Bürgermeister der Stadt Prichsenstadt, bedankte sich bei allen Beteiligten für ihr Engagement. Eine solche Eigeninitiative sei für Kommunen ein echter Glücksfall. Alleine ließe sich die Restauration aufgrund der Vielzahl von Bildstöcken und Denkmälern in der Region nicht stemmen. Der Vorstandsvorsitzende der ÜZ Mainfranken, Elmar Henke, kann als ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Sommerach die Worte von Bürgermeister Schlehr gut nachempfinden und ist froh, auf diese Weise seinen Beitrag leisten zu können.

Die "14 Nothelfer", die auf dem Bildstock dargestellt sind, sind eine Gruppe von Schutzheiligen, die für alle wichtigen Lebensbereiche stehen und von der Bevölkerung über Jahrhunderte hinweg zur Hilfe bei ihren Alltagssorgen angerufen wurden. Restaurator Petro Schiller freut sich, einige Teile des historischen Bildstocks trotz der starken Beschädigungen erhalten zu haben. Das gusseiserne Kreuz am Kopf des Bildstockes beispielsweise ist noch das Original aus dem 18. Jahrhundert. Was nicht mehr zu retten war, wurde getreu des ursprünglichen Stils aus Sandstein neu aufgebaut. Die Rekonstruktion des Denkmals sei laut Schiller nur möglich gewesen, da es gute Aufnahmen des Originals gegeben habe.