Die Container der Baufirmen am südlichen Ortsrand Wiesentheids künden es an: Die Erschließung des neuen Gewerbegebiets „Mähling“ hat begonnen. Zum Start schaute Bürgermeister Werner Knaier vorbei, um mit Vertretern der Baufirmen zu sprechen. Läuft alles nach Plan, können im Sommer 2016 die ersten Bauwerber mit dem Bau beginnen.

Die Gemeinde wartet schon länger darauf, dass die Grundstücke für Gewerbeansiedlung zum Verkauf angeboten werden können. Das Millionenprojekt gilt als wichtig für die Wiesentheider Zukunft, soll es doch Arbeitsplätze in die Gemeinde bringen. Anfragen von Unternehmen habe es für das nur wenige hundert Meter von der Autobahn entfernt liegende Areal schon häufig gegeben, sagte Bürgermeister Knaier. Von dem insgesamt 7,2 Hektar umfassenden Grundstück, das an der Straße nach Rüdenhausen auf der linken Seite liegt, wird zunächst etwa ein Drittel erschlossen. Das Gebiet erhält eine eigene Auf- und Abfahrt auf die B 286 (Schnellstraße) Außerdem wird ein weiterer Kreisel gebaut, der statt der jetzigen Kreuzung auf Höhe der Firma Kräuter Mix den Verkehr leiten soll. Dieser Kreisverkehr ist mit einem Durchmesser von 45 Metern vorgesehen.

Die Pläne sind bereits seit einiger Zeit fertig, doch die Genehmigung verzögerte sich, weil die Gemeinde im Vorjahr ein Gutachten zum Naturschutz abwarten musste. Außerdem wurde das Vorhaben noch erweitert, weil auch die Nachbargemeinde Abtswind eine Gewerbefläche von ihrer Seite aus in unmittelbarer Nähe zur B 286 anschließen will. Auf Wiesentheider Seite werden als erster Schritt die Kanal- und Wasserleitungen von der Industriestraße aus unter der Kreuzung hindurch verlegt. Danach soll etwa ab Mitte Oktober der Bau des Kreisverkehrs starten. „Je nach Witterung wollen wir das bis Jahresende durchziehen“, informierte Bautechniker Oliver Wallach vom Planungsbüro Braun in Würzburg. Danach folgt die Erschließungsstraße sowie die Spange, die zur B 286 führen wird.

Wegen der Bauarbeiten ist derzeit die Einfahrt in die Industriestraße gesperrt, Fahrzeuge können über den Zollwasen die Betriebe anfahren. Während der Erschließung und den Arbeiten am Kreisel soll die Strecke zwischen Wiesentheid und Rüdenhausen stets befahrbar bleiben, sagte Knaier. Eine Sperrung samt Umleitung, wie kürzlich bei den Bauarbeiten in Rüdenhausen, werde es nicht geben. Der Verkehr wird durch eine Ampel geregelt.