Gertrud und Jakob Heinrich Müller feierten am Donnerstag in ihrem Häuschen in Hohenfeld das Fest der Diamantenen Hochzeit. Der Jubilar entstammt einer Kitzinger Familie und erblickte 1935 in Etwashausen das Licht der Welt. Er wuchs in der Siedlung auf. Gerade einmal sechs Jahre alt war, als sein Vater vor Kreta fiel.

Bis zum Beginn der Rente arbeitete Jakob Heinrich Müller im Innenausbau und war dazu deutschlandweit zur Montage unterwegs. Die Freizeit reichte jedoch für ihn und die ebenfalls aus Kitzingen stammende Ehefrau Gertrud (geb. Waldmann) aus, um Stück für Stück ein Eigenheim zu errichten. Gertrud Müller – Jahrgang 1936 – erlernte nach der Volksschule Verkäuferin in einem Schuhgeschäft. 1955 hatte sich das Paar beim Tanz im Kolosseum kennen gelernt und geheiratet. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor, die zusammen mit fünf Enkeln und sechs Urenkeln zum Ehejubiläum gratulierten. Für die Zeit der Kindererziehung unterbrach Gertrud Müller ihr Erwerbsleben. Für eine Hochzeitsreise war damals keine Zeit, dafür erholten sich die Jubilare gerne in Österreich, wo sie zu Alpenfans wurden. Während der Ehemann seine Freizeit im Hausgarten verbringt, liebt seine Frau Gertrud das Puzzlespiel und Stricken. Die große Feier findet statt, wenn die Jubilarin in wenigen Wochen ihren runden Geburtstag feiert. Namens der Stadt gratulierte Oberbürgermeister Siegfried Müller. TEXT/Foto: Gerhard Bauer