Helene Kunze aus Kitzingen feierte am Dienstag im Seniorenheim Mainblick ihren 100. Geburtstag. Ein Jubeltag, zu dem selbst Bundespräsident Joachim Gauck ein Glückwunschreiben schickte. Ebenfalls Glückwünsche und die Silbermedaille „Patrona Bavariae“ übermittelte Ministerpräsident Horst Seehofer. Außerdem gratulierte Oberbürgermeister Siegfried Müller (unser Foto) und überbrachte auch Orchideen im Namen von Landrätin Tamara Bischof.

Helene Kunze wurde in Oldenburg geboren und ließ sich zur Krankenschwester ausbilden. Der Beruf führte sie ins Frankenland, wo sie ihren Lebensgefährten Ludwig Höck kennenlernte. Helene Kunze lebte zunächst mit ihrem Partner und nach dessen Tod im Jahr 1982 30 Jahre in Veitshöchheim.

Zehn Jahre lang arbeitete sie im heutigen Frida-von-Soden-Haus als leitende Stationsschwester. Danach führte sie ihr Berufsweg in die Frauenklinik und dann ins Juliusspital in Würzburg, wo sie bis zum 60. Lebensjahr als Krankenschwester arbeitete.

Bis kurz vor ihrem 94. Geburtstag lebte und versorgte sich die Jubilarin alleine. Aus gesundheitlichen Gründen zog sie 2008, nach zwei Oberschenkelhalsbrüchen, ins Seniorenheim Mainblick und fühlt sich dort wohl. Obwohl Helene Kunze keine eignen Kinder hat – ihr Ehemann, den sie 1941 heiratete, starb kurz nach der Hochzeit – ist sie nicht alleine.

Gertrud Höck, die Schwiegertochter ihres verstorbenen Lebensgefährten und deren Ehemann Alfons Höck kümmern sich um sie und haben sie auch nach Kitzingen geholt, um sie näher bei sich zu haben. Sie haben die Einhundertjährige wie eine Mutter in ihr Herz geschlossen. Fragt man Helene Kunze nach dem Geheimnis ihres hohen Alters, sagt sie: „Immer schaffen.“ TEXT/Foto: RALF WEISKOPF