Mit 100 Jahren ist Irmgard Hofmann die älteste Einwohnerin von Albertshofen. st mit jetzt 100 Jahren die älteste Einwohnerin von Albertshofen.
Seit einigen Jahren erzählte sie bei jedem ihrer Geburtstage: „Wir feiern auch noch meinen 100.!“ Tatsächlich war das jetzt so. Zu den vielen Gratulanten aus Familie und Freunden gehörte Bürgermeister Horst Reuther (unser Foto), der den bronzenen Gemeindetaler und ein Blumenpräsent mitbrachte. Freudig verfolgte die Jubilarin ihr Ständchen „Zum Geburtstag viel Glück“, gesungen von den zahlreichen Gratulanten und begleitet von den Musikanten Armin und Tilo Gernert.
Irmgard Hofmann wurde noch zu Kaisers Zeiten am 7. Mai 1914 in Schreibersdorf bei Görlitz (Schlesien) als zweites von vier Kindern geboren. Nach der Volksschule arbeitete sie als Hausgehilfin, bis sie zu Beginn des Kriegs ihren Ehemann Heinrich Hofmann aus Albertshofen kennenlernte. Die Mutter und ihre Freundin haben damals immer wieder Briefe an Frontsoldaten geschrieben, erzählt Tochter Silvia Hofmann.

Aus einem Briefkontakt entwickelte sich die große Liebe. 1942 wurde geheiratet und die Jubilarin kam noch vor ihrem Mann 1945 nach Albertshofen. Dieser war beim Afrika-Korps eingesetzt und war an der Ostsee in englischer Kriegsgefangenschaft. Heinrich Hofmann nahm danach wieder seinen Beruf als Tünchner auf. Tochter Silvia kam zur Welt und Irmgard Hofmann begann ihre Arbeit im Albertshöfer Großmarkt, bis sie mit 60 Jahren in Rente ging. Mit viel Eigenleistung wurde 1957 das Häuschen in der Seebachstraße gebaut. Die Jubilarin begann ihre 25-jährige Mitarbeit im Feierabendkreis der evangelischen Kirchengemeinde St. Nikolaus. Wandern mit den Natur- und Wanderfreunden Albertshofen, Kartenspielen, Tischtennis und Radfahren waren ihre Leidenschaften. Kurz vor ihrem 80. Geburtstag besuchte sie die Türkei und hier Istanbul. Ihr Ehemann starb 1984, sie stand nun mit ihrer Tochter alleine da. In ihrem hohen Alter muss sie nun einige Abstriche machen. Ihre neue Leidenschaft sind nun die Fußballspiele im Fernsehen. Derzeit lebt sie in einem Pflegeheim in Marktbreit. TEXT UND Foto: ELLI STÜHLER