Helmut Dülch aus Stadtschwarzach feierte 90. Geburtstag. Es gratulierten seine Kinder Luitgard, Richard, Michael und Thomas mit ihren Familien, darunter neun Enkel und vier Urenkel. Bürgermeister Volker Schmitt überreichte dem Jubilar ein Weinpräsent und Blumen.

Dülch ist leidenschaftlicher Organist. Seit 75 Jahren spielt er die Kirchenorgel in der Heilig Kreuz Pfarrkirche. Im ganzen Dekanat Kitzingen begleitet er die Gottesdienste in den jeweiligen Kirchengemeinden, wenn er gebraucht wird. "Wenn ich die Musik nicht hätte, würde mir im Leben etwas fehlen."

Von 1945 bis 1970 spielte er Klarinette und Tenorhorn bei der örtlichen Kirchenmusik und auch in der Familie wurde bis vor einigen Jahren regelmäßig gemeinsam musiziert. Geboren wurde der Freizeit-Komponist am 27. September 1931 als ältester Sohn des Sattler- und Polsterermeisters Richard Dülch und dessen Frau Margarete in Stadtschwarzach. Zusammen mit seinen jüngeren Geschwistern Marga und Maria wuchs er dort auf und besuchte die Volksschule.

Bis zum Luftangriff im Zweiten Weltkrieg war er Schüler am Gymnasium in Kitzingen. Nach Kriegsende begann er eine Ausbildung zum Sattler und Polsterer im Betrieb des Vaters, der heutigen Raumausstattung Dülch in Stadtschwarzach. 1949 absolvierte er erfolgreich die Gesellenprüfung, sieben Jahre später die Meisterprüfung.

1954 trat er mit Gertrud Amend aus Karlburg vor den Traualtar. Das Ehepaar hat vier Kinder. 1968 übernahm er den elterlichen Polstererbetrieb in der Bamberger Straße. Vor 26 Jahren trat er in den Ruhestand. Das Unternehmen übergab er Sohn Richard. Heute wird es von Enkel Christoph weitergeführt. Seine Ehefrau starb 2018.

In den örtlichen Vereinen ist Dülch treues Mitglied. Bei der Feuerwehr blies er früher auf der Trompete zum Einsatz, aus der Kolpingfamilie ist der Träger der Bruno-Medaille der Diözese Würzburg nicht wegzudenken und den Sportverein Stadtschwarzach gründete er mit. Dülch hat viele gute und schlechte Zeiten erlebt, in denen das Orgelspiel für ihn ein idealer Ausgleich und Ausdruck von Lebensmut waren.