Jochen Keßler-Rosa, seit 2001 Geschäftsführer des Diakonischen Werks Kitzingen, wurde in einem festlichen Gottesdienst von Dekanin Kerstin Baderschneider von seinen Aufgaben in Kitzingen entpflichtet und sein Nachfolger Carsten Bräumer mit Segen begrüßt.

In seiner Predigt warb Keßler-Rosa für Helfen ohne Berechnung und ohne Bedenkenträgerei. Das Leitbild der Kirche fördere eine diakonische Haltung, schlug Keßler-Rosa den Bogen zwischen Kirche und Diakonie. Er habe in Kitzingen viele Menschen getroffen, die aus ihrer Haltung heraus einen Pflegeberuf ergriffen hätten. Zwar trage der Beruf oft die Belohnung schon ins sich, so Keßler-Rosa. Trotzdem müsse gute Arbeit auch finanziell honoriert werden. Sichtlich gerührt dankte er allen, "mit denen ich unterwegs sein durfte".

Diakonie in Kitzingen ausgebaut

Die Grußwortrednerinnen und -redner hoben durchwegs die Expertise von Keßler-Rosa, das hohe Engagement für das Diakonische Werk und für sozialpolitische Belange heraus. Dekanin Baderschneider bescheinigte ihm, er habe die Diakonie in Kitzingen ausgebaut, Kirche und Diakonie zusammengebracht.

Anton Baum, zweiter Vorsitzender des Diakonischen Werks, zuvor langjähriger Schatzmeister, lobte das wirtschaftliche Geschick. Im Jahr 2000 habe das Diakonische Werk Kitzingen einen Jahresverlust von etwa 1,2 Millionen D-Mark ausgewiesen. Heute stehe es auf wirtschaftlich gesunden Füßen, weil Strukturen verschlankt und so Kosten gespart wurden.

Landrätin Tamara Bischof dankte Keßler-Rosa persönlich für klare Worte in Landkreis und Bezirk, für Unterstützung und Beratung in sozialpolitischen Fragen. Dabei sei es ihm immer um die Menschen gegangen.

Kritisch-konstruktiver Blick

Das Grußwort der Landtagsabgeordneten Barbara Becker trug Kitzingen Oberbürgermeister Stefan Güntner vor. Sie freue sich auf die weitere Zusammenarbeit mit Keßler-Rosa beim Projekt GEOLexa in Gerolzhofen, so Becker. Güntner verwies auf Ergänzungen im Stadtbild durch das Haus Mühlenpark, die auf Keßler-Rosa zurückgehe.

Die Arbeit von Keßler-Rosa als Mitgründer und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände, Ideengeber und Umsetzer mit kritisch-konstruktivem Blick würdigte der aktuelle Vorsitzende Gerald Möhrlein. Für die Mitarbeiter trug Sabine Bischoff vom Haus Mainblick ein Gedicht zum Ruhestand vor.