In der gesamten Großgemeinde Geiselwind haben etwa 80 Nutzer einen genehmigten Antrag zur Verwendung von Brauchwasser. Das heißt, die Gemeinde erteilte die Erlaubnis, dass sie Brunnenwasser zum Gartengießen, für die Toilettenspülung oder für die Landwirtschaft verwenden dürfen. Für jeweils vier Jahre werden die Anträge bewilligt, die momentan noch bis Dezember dieses Jahres gelten. Im Gemeinderat wurde nun über eine Verlängerung debattiert, was sich als ein heißes Eisen heraus stellte.

Insgesamt wurden im Jahr 2013 in Geiselwind 153 886 Kubikmeter Wasser verbraucht. Dazu kommt das Brauchwasser, bei dem die Wasseruhren plus Schätzungen einen Verbrauch von rund 27 000 Kubikmeter Wasser ermittelten. Der Anteil liegt somit bei etwa 15 Prozent, und ist damit zu hoch, wie Bürgermeister Ernst Nickel ausführte. Laut Vorschrift darf nur etwa zwölf Prozent Brauchwasser sein, das in der Gemeinde zusätzlich verwendet wird. Sind es mehr, dann steht die Wirtschaftlichkeit der Wasserversorgung in Frage. Genau das ist aber der Fall.

Nickel wies darauf hin, dass die Beschränkung der Benutzungspflicht vom Gesetz her exakt geregelt ist. Dort heißt es: „Auf Antrag wird die Verpflichtung zur Benutzung auf einen bestimmten Verbrauchszweck oder Teilbedarf beschränkt, soweit das für die öffentliche Wasserversorgung wirtschaftlich zumutbar ist und nicht andere Rechtsvorschriften oder Gründe der Volksgesundheit entgegenstehen.“

Nach eingehender Diskussion legte der Gemeinderat fest, dass die Genehmigungen zur Verwendung von Brauchwasser noch einmal um vier Jahre, also bis Ende 2018, verlängert werden. Als Auflage wurde hierbei festgelegt, dass künftig der gesamte Verbrauch an Brauchwasser über Wasseruhren erfasst werden muss.

Nur wenn eine Wasseruhr vorhanden ist, wird künftig die Verlängerung erteilt, Schätzungen entfallen. Mit den so gewonnenen Daten will die Verwaltung 2018 prüfen, „ob die Brauchwasserentnahmen der allgemeinen Wasserversorgung über den 31.12.2018 hinaus zugemutet werden kann“, heißt es im Beschluss.