Beim Gedenken des Bundes der Vertriebenen am Gedenkkreuz im Neuen Friedhof erinnerte Vorsitzender Claus Lux, dass die Feier längst Tradition und Verpflichtung geworden sei. Die Gedanken seien bei den geliebten Großeltern und Verwandten in der alten Heimat, aber auch bei denen, die nach der Vertreibung in der neuen Heimat ihre letzte Ruhe fanden. Sie alle seien Mahner für Frieden und gegen Hass und Gewalt, forderte Lux. Im Totengedenken sprach Albina Baumann mit Blick auf die Toten die gemeinsam verbrachten Stunden an. Mit dieser Erinnerung werde die Zeit ein Stück zurückgedreht in jene Tage, als es gemeinsam mit den Verstorbenen schön war.

Das Gebet zum Gedenken sprachen Pfarrer Thilo Koch und Gemeindereferentin Erika Gerspitzer. Das Gedenken gelte der Heimat, den Eltern und Großeltern, die jeder Vertriebene bis heute im Herzen trage, betonte der Vorsitzende der sudetendeutschen Landsmannschaft Gottfried Blasinger. Das gelte auch jenen, die bei der Vertreibung ihr Leben für andere hingaben, den Verschollenen, den Soldaten und Menschen, die ab 1941 nach Sibirien deportiert wurden, sowie jenen, die in den 50er Jahren im Zuge der Repatriierung nach Sibirien gebracht wurden. Die Toten hätten ihre Ruhe gefunden und den Auftrag hinterlassen, sie nicht zu vergessen und für den Frieden zu arbeiten. Der Posaunenchor der Stadtkirche und die Chorvereinigung Mainbernheim/Sickershausen umrahmten die Gedenkstunde musikalisch.