Bei der geplanten Erweiterung des Hauses für Kinder in Prichsenstadt gab es, wohl auch coronabedingt, zeitliche Verzögerungen. Weil aber dennoch der Bedarf der Eltern an Krippenplätzen schneller als erwartet da ist, schlug Bürgermeister René Schlehr in der jüngsten Ratssitzung eine Containerlösung vor. Sie sollte übergangsweise bis zur Fertigstellung der Erweiterung die drängende Platznot lindern. Doch weil dem Rat die von der Verwaltung vorgelegte Lösung als einzige nicht ausreichte, will das Gremium Alternativen prüfen lassen. Deshalb nahm Schlehr den Punkt ohne Beschluss von der Tagesordnung.

Drei Tagesordnungspunkt davor stellte der Rat den Bedarf für 214 Kinder von der Krippe bis zum Hort fest, von denen 176 in den drei Einrichtungen (Krippe, Kindergarten, Hort) untergebracht sind. Im Haus für Kinder entstehen insgesamt 40 zusätzliche Betreuungsplätze, so dass im Saldo in naher Zukunft 215 Betreuungsplätze zur Verfügung stehen werden. Auf der Warteliste stehen 14 Kinder für die Krippe, zwei für den Kindergarten und sechs für den Hort.

Containerlösung hätte alle Anforderungen erfüllt

Bei der Containerfrage hätte sich eine hochmoderne Modullösung angeboten, die alle Anforderungen für den Bedarf erfüllt hätten: Gruppenraum, Toilette/Wickelraum, Ruheraum, Umkleideraum und einen Lagerraum, auch für Kinderwagen, sowie einen großzügigen Gang mitsamt Garderobe für die Kinder.

Monatlich hätte die Stadt für den vollmöblierten Container 5500 Euro Miete gezahlt plus einmalig 30 000 Euro für Auf-/Abbau, Versicherung, Verwaltung und Transport. "Wir hätten auch einen Kauf ins Auge fassen können und den Container etwa als externe Waldkindergartengruppe nutzen können", so der Bürgermeister. Überzeugen konnte er den Rat allerdings nicht. Vielmehr beauftragten sie ihn mit der Prüfung von Alternativen, die in einer der nächsten Sitzungen besprochen werden sollen.