Nach über zwei Jahren im Amt hat der Segnitzer Gemeinderat am Mittwoch erstmals im Rathaussaal getagt. "Mal sehen, wie lange wir dürfen", meinte Bürgermeister Peter Matterne. Immerhin: In der Sitzung am Mittwoch wurde Hermann Riegel als neues Mitglied des Gremiums vereidigt und damit als einziger seiner Kolleginnen und Kollegen im Rathaus. Der Nachrücker besetzt den Platz von Kerstin Wirsing, die von ihrem Amt zurückgetreten war. Damit ist das Ratsgremium wieder komplett.

Im weiteren Verlauf ging es um die örtliche Rechnungsprüfung für das Jahr 2020 sowie die Feststellung der Jahresrechnung und der Entlastung des Bürgermeisters in dieser Sache. In allen Punkten gab es keine Anmerkungen oder Widersprüche seitens des Gremiums. Erneut lag der Antrag auf Eintragung zweier Gewanne in die Weinbergsrolle auf dem Tisch, der bereits in der letzten Sitzung Thema war. Die Räte stimmten den Plänen zu, sodass künftig Segnitzer Weine mit der Bezeichnung "Sonnenstuhl" und "Lederhose" verkauft werden können.

Landratsamt: Auf dem Flurweg herrscht Parkverbot

Auch das Halteverbot in den Weinbergen wurde wieder diskutiert. Der Antrag, den Gemeinderat Herbert Müller dazu gestellt hatte, war zurückgestellt worden und kam nun wieder zur Sprache. Zwar wäre das Gremium nun abstimmungsfähig gewesen, eine einvernehmliche Lösung wurde dennoch nicht gefunden. Bürgermeister Peter Matterne zitierte aus einer Baugenehmigung aus dem Jahr 2012 für die fragliche Straße.

Dort wird vom Landratsamt eindeutig darauf hingewiesen, dass auf dem Flurweg Parkverbot herrscht und landwirtschaftlicher Verkehr jederzeit passieren können muss. Da es sich zudem um einen Kurvenbereich handelt, ist eigentlich klar, dass hier kein Auto stehen darf. Das scheint allerdings einige Anwohnerinnen und Anwohner nicht zu interessieren und es kommt immer wieder zu Schwierigkeiten. Die Gemeinde wird nun die Anlieger schriftlich auf die Rechtslage hinweisen. Sollte dann immer noch keine Verbesserung eintreten, werden weitere Schritte ergriffen.

Für Ehrungen und Auszeichnungen hat der Gemeinderat am Mittwoch eine Satzung verabschiedet. Künftig können Bürgermedaillen in Gold, Silber oder Bronze an verdiente Gemeindemitglieder verliehen werden.