Natürlich leidet auch der Großlangheimer Wald unter der Witterung. Wie sehr, davon machten sich die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte in der vergangenen Woche ein Bild vor Ort, über das Bürgermeister Peter Sterk in der Ratssitzung am Montagabend kurz berichtete.

Wie überall, so sind es auch in Großlangheim die Nadelbäume, hier vor allem die Kiefer, die in den Trockenjahren seit 2015 extrem gelitten haben. Um den Holzpreis insgesamt stabil zu halten, verzichteten die Großlangheimer 2019 auf Holzeinschlag. Standen die Kiefernbestände Anfang des Jahres, so der Bürgermeister, noch relativ gut da, so verschlechterte sich die Situation Anfang Juni dramatisch: Nach einem Hagelschlag drangen Schadpilze in die Bäume ein und schädigten sie so strakt, dass knapp 90 Festmeter Holz pro Hektar entnommen werden musste.

Gute Zusammenarbeit mit den Jagdpächtern nötig

Um den Waldumbau, der in einigen Bereichen schon erfolgreich begonnen wurde, auch weiter fortsetzen zu können, hofft die Gemeinde auch in den kommenden Jahren auf eine gute Zusammenarbeit mit den Jagdpächtern. Denn insgesamt ist die Schadfläche zu groß, als dass sie gegen Verbiss durch Zäune geschützt werden könnte. Bislang wachse dort "ein gutes Bild an Bäumen heran", so Sterk.

Beim Harvestereinsatz ist die Gemeinde mit den Arbeiten zufrieden, es gibt keine Schäden. Das hofft der Bürgermeister auch bei den weiteren Arbeiten im Wald, also beim Holz machen, um den Bestand möglichst zu schonen.

1994 erließ die Gemeinde die "Satzung über die Erhebung von Verwaltungskosten für Amtshandlungen im eigenen Wirkungskreis", in der etwa die Kosten bei Genehmigungen von Veranstaltungen geregelt ist. Trotz Einführung des Euro im Jahr 2002 basiert die Satzung immer noch auf den DM-Beträgen – Zeit also zur Anpassung. Denn wie der Bürgermeister ausführte: "Wir sind angehalten, kostendeckend zu arbeiten." Die neue, einstimmig beschlossene Satzung soll am 1. Januar 2022 in Kraft treten, bis dahin sollten auch die anderen VG-Gemeinden einen entsprechenden Beschluss gefasst haben.

Ratsinforamtionssystem in der VG soll ab dem neuen Jahr kommen

Ebenfalls zum neuen Jahresbeginn soll das Ratsinforamtionssystem in der VG eingeführt werden. Dazu musste die Geschäftsordnung für den Gemeinderat angepasst werden, vor allem im Bereich der Ladung zu Sitzungen. Im ersten Schritt soll das Ratsinformationssystem den Räten eine papierlose Sitzung ermöglichen. In einem zweiten Schritt soll es auch ein Bürgerinformationssystem mit Sitzungsladung und Protokoll im Netz geben.

Für den geplanten Zulaufkanal nach Kitzingen hat die Gemeinde nun die Freigabe erhalten, die Rodungsarbeiten für die Trasse auszuschreiben. Die Arbeiten müssen bis Ende Februar abgeschlossen sein.