„Wo knapp zehn Prozent der Dorfbewohner bei der Feuerwehr aktiv sind, da ist die Feuerwehr-Welt noch in Ordnung“. Dies waren die lobenden Worte des stellvertretenden Landrats Paul Streng, der in der Generalversammlung langjährige Feuerwehrmänner im nahezu voll besetzten Schulungsraum des Feuerwehrhauses ehrte.

Kommandant Helmut Happel informierte über die gute Verfassung der aktiven Wehr mit 39 Aktiven und neun Jugendlichen. Knapp 150 Stunden ehrenamtliche Feuerwehrarbeit wurden im zurückliegenden Jahr, bei mehreren Einsätzen zu technischen Hilfeleistungen und Brandbekämpfungen geleistet. Darüber hinaus informierte Happel, dass man große Gebäude in Prichsenstadt, den Grundschul-Neubau und das Hotel Freihof inspiziert hat, um bei Ernstfällen über Ortskenntnisse zu verfügen.

Happel monierte, dass die Leitstelle Würzburg manchmal nicht die nächste Wehr, sondern eine weiter entfernte alarmiere. Kreisbrandrat Roland Eckert informierte, dass dies ein Problem der Alarmschleife sei. Zudem sitzen in der Leitstelle Menschen, die aus der Ferne entscheiden müssen, was die beste Lösung für den Ernstfall ist, so Eckert. Des Weiteren informierte er darüber, dass die Landkreisfeuerwehr mit 20 Handfunkgeräten die Zuverlässigkeit des neuen Digitalfunknetzes im Landkreis erfolgreich getestet hat. Wann diese Technik bei den Ortsfeuerwehren ankommt, könne noch nicht gesagt werden.

Der stellvertretende Landrat Paul Streng überreichte das goldene Ehrenzeichen für vier Jahrzehnte aktiven Dienst an: Lothar Ebert, Alfons Fleischmann und Franz-Josef Götz. Kommandant und gleichzeitig Jugendwart Helmut Happel ehrte für 30 Jahre Roland Abe und Jürgen Diroll. Er begrüßte per Handschlag Tobias Krämer, Patrik Abel und Timo Göllner, die nach ihrem Ausscheiden aus der Jugendfeuerwehr bei den Aktiven aufgenommen wurden.