Der Umweltausschuss des Kitzinger Kreistages hat sich nach einem Antrag der Grünen einstimmig für eine klimaneutrale Verwaltung bis 2030 ausgesprochen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Kreis- und Stadträtin Christa Büttner für die Kitzinger Grünen hervor. "Bereits in der Vergangenheit hat die Landkreisverwaltung viele Schritte zur CO2-Einsparung unternommen, wie zum Beispiel die Umstellung von Heizungen oder auf LED-Beleuchtung", schreibt Büttner.

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Gisela Kramer-Grünwald erläutert: "Im nächsten Schritt sollte mit Hilfe entsprechender Software eine Treibhausgasbilanz für öffentliche Gebäude, Fuhrpark, Verbrauch und Beschaffung erstellt werden." Erst wenn man wisse, wie hoch der aktuelle CO2-Ausstoß ist, wisse man, wie weit der Weg zur klimaneutralen Verwaltung noch ist. Dann müssten laut Mitteilung Fördermaßnahmen generiert und eventuell eine Energieagentur einbezogen werden. Dafür werde unter anderem der Klimaschutzmanager zuständig sein, dessen Stelle nun ausgeschrieben wurde.

Beide Kreisrätinnen sitzen auch für die Grünen im Kitzinger Stadtrat. Die Aussichten, dass auch die Stadtverwaltung Kitzingen bis 2030 klimaneutral wird, schätzen sie jedoch eher skeptisch ein. Ein Antrag der Grünen-Fraktion zum Klimavorbehalt, nach dem alle Entscheidungen auf ihre Klimaverträglichkeit hin zu überprüfen seien, wurde vom Stadtrat bereits abgelehnt, heißt es in der Mitteilung.

"Es bleibt zu hoffen, dass die Einsichten, die auf Landkreisebene vorhanden sind, auch im Stadtrat eine Mehrheit finden", wird Büttner abschließend in der Pressemitteilung zitiert.