Alle zwei Jahre wird die Mainschleifenbahn von der Landes-Eisenbahn-Aufsicht, kurz LEA, auf Herz und Nieren geprüft. Vor Kurzem war es wieder so weit. Personalunterlagen, Wartungsbücher, Versicherungspolicen, Protokolle zu Gleisgeometrie und Weichen – alles musste auf den Tisch, teilt die Interessengemeinschaft Mainschleifenbahn (IGM) mit.

Strecke, Bahnsteige und Bahnübergänge inspizierte das aus Ansbach angereiste Prüfteam der Regierung von Mittelfranken anschließend bei einer Streckenbefahrung mit dem Schienenbus.

Die Ansbacher Behörde ist seit einigen Jahren in ganz Nordbayern für die nichtstaatlichen Eisen-, Straßen- und U-Bahnen zuständig. Die durch Blinklichter gesicherten Bahnübergänge wurden gesondert von einem Experten des Eisenbahnbundesamtes geprüft. Die Technik befinde sich in einem einwandfreien Zustand, so dessen Urteil. „Einen „Museumsbahn-Bonus“ gibt es nicht, vor dem Gesetz sind alle Bahnen gleich“, wird Rüdiger Kuhn, der Eisenbahnbetriebsleiter der Mainschleifenbahn, zitiert.

Insgesamt zeigte auch die diesjährige Überprüfung wieder, dass bei Verwaltung und Personal der Bahn und vor allem bei Gleisanlagen und Bahnübergängen alles in Ordnung sei. Kleinere Arbeiten, besonders an Gräben und Durchlässen sowie Freischnitte zum Einhalten des Lichtraumprofils, sind aber rund ums Jahr nötig.

Vor diesem Hintergrund ist nicht nur der Förderverein auf die Ergebnisse einer Untersuchung zu möglichen Fahrgastzahlen gespannt, die derzeit bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft in München entsteht.

Sollte eine Zahl von täglich 1000 oder mehr Reisenden vorhergesagt werden, dann würden die Chancen auf eine Wiederaufnahme des direkten Bahnverkehrs zwischen Würzburg und Volkach erheblich steigen. Mit einer Fahrzeit von etwa 25 Minuten, könnte eine moderne Mainschleifenbahn ein attraktives Angebot für viele Berufspendler, Auszubildende und Touristen werden.

Unklar ist allerdings, bis wann das Ergebnis der Prognose vorliegen soll. Ursprünglich war vom ersten Halbjahr 2017 die Rede gewesen. Einzelheiten sind vor Ort aber nicht bekannt, denn Innenministerium und Bayerische Eisenbahngesellschaft haben die Mainschleifenbahn nicht in das Verfahren eingebunden, so die IGM-Mitteilung.