Ein Weinfest ohne Wein? Am Donnerstagabend war der Volkacher Weinfestplatz wieder einmal gut besucht. Etwa 300 bis 400 Menschen standen vor der Tribüne, lauschten der rockigen Musik von Donny Vox, lachten und feierten. Und das coronabedingt bei Mineralwasser und Tee. Dort war der Zieleinlauf des ersten Volkacher Firmenlaufs, der von der ortsansässigen Firma Eology ins Leben gerufen wurde. "Dieser Lauf steht für Zusammenhalt, was in der heutigen Zeit sowohl in der Familie als auch in den Firmen extrem wichtig ist", so lautet der Grundgedanke der Unternehmensleitung.

Gestartet wurde auf dem Platz vor der Mainschleifenhalle. Unter der bewährten Organisation von Moderator Dieter Göpfert versammelte sich vor dem Startpunkt eine kaum überschaubare Menge an Hobbysportlerinnen und -sportlern. Die größte Gruppe hatte die Stadtverwaltung Kitzingen unter der Führung ihres Oberbürgermeister Stefan Güntner gemeldet.

21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Abteilungen zeigten, wie motiviert sie waren. "Seit drei Wochen haben wir trainiert", meinte die Pressesprecherin der Stadt, Claudia Biebl, "jeder für sich, und jetzt zeigen wir, was das Team leisten kann!" Ob sie sich Chancen ausrechnete? Sie antwortete lachend: "Ja klar, auf Spaß!"

Firmen, Verein und Familien beteiligt

"Genau das ist unser Ziel", meint die Neu-Volkacherin Vera Scheuring, Marketingleiterin der Firma eology. "Wir wollen keinen verbissenen Wettkampf. Spaß und Freude stehen bei uns im Vordergrund." Daher habe man Firmen, Vereine und Familien zu diesem "Spaßevent" eingeladen.

Dennoch ging es fast profihaft bei der Gruppe der Helios-Klinik zu. Bevor es zum Startpunkt ging, machte der Gruppenleiter, Dr. Dirk Ziegler, mit seiner Mannschaft ausgedehnte Stretch- und Aufwärmübungen. Als Facharzt für Sportorthopädie am Krankenhaus Volkach wusste er, worauf man achten muss. "Gerade in der Zeit, in der unser Haus verkauft wird, wollen wir ein Zeichen der Geschlossenheit und Teamfähigkeit setzen", erklärte er.

Endspurt sorgt für Begeisterung

Knapp acht Kilometer ging der Laufkurs in zwei Runden durch die Stadt. Er wurde durch die örtliche Feuerwehr und das Rote Kreuz abgesichert, bevor er dann am Weinfestplatz endete. Selbstredend gab es auch echte Wettkämpfer, die die Strecke in einer Zeit von unter 30 Minuten schafften. Das Gros nahm sich aber vergnügt ausreichend Zeit, holte sich ab und zu einen Schluck Wasser an den aufgebauten Getränkeständen an der Strecke und beschleunigte erst kurz vor dem Zieleinlauf auf "Höchstgeschwindigkeit", was jedes Mal zu Beifallsstürmen führte.

"Ein absoluter Erfolg" – so lautete die einhellige Meinung von Teilnehmer- und Organisatoren-Seite. Folglich war sich der Volkacher Bürgermeister Heiko Bäuerlein sicher, dass diese Veranstaltung im nächsten Jahr wiederholt werden wird.