Die Mühen im vergangenen Jahr haben sich gelohnt: Nach gründlicher Prüfung der für den Rettungsdienst zuständigen Zertifizierungsgesellschaft (ähnlich einem TÜV) erhielten die Einsatzdienste des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Volkach das begehrte Zertifikat für ein ausgezeichnetes Qualitätsmanagement (QM).

Bei der Hauptversammlung berichtet der sichtlich stolze Bereitschaftsleiter (BL) Harald Erhard , dass neben den Fachgruppen „Helfer vor Ort“ (HvO), „Schnelleinsatzgruppe“ (SEG) und „Unterstützungsgruppe Rettungsdienst“ (UGRett) nun auch erstmalig und wohl einzigartig in Bayern die Gruppe „Sanitätswachdienst“ das Zertifikat verliehen bekamen. Hierdurch ist die größtmögliche Patientensicherheit gewährleistet.

Der für die QM-Maßnahmen zuständige stellvertretende Bereitschaftsleiter Felix Wallström betont, dass QM nur funktioniert, wenn das gesamte Team mit dabei ist und verweist hierbei auf die verantwortlichen Fachgruppenleiter Rainer Patzelt und Bernhard Pfaff. Dass so etwas allein durch ehrenamtliche Leistungen erreicht wurde, ist laut Wallström ganz hoch einzuschätzen.

11 000 Stunden im Einsatz

Der Volkacher Bereitschaftsarzt Sebastian Eibicht ging auf die Bedeutung dieser Qualifizierung ein. „Jeder Notfall ist für die Helfer eine Ausnahmesituation. Die Standards zeigen Leitlinien, wie im Einzelnen am Patienten vorzugehen ist. Das zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Behandlungszeitraum und gibt dem Helfer absolute Sicherheit.“

Auch die personelle Situation ist laut Felix Wallström hervorragend. Auf 77 Helfer kann die Gemeinschaft zählen. Sie stellen einen Querschnitt aus allen Alters- und Bildungsgruppen dar. Wallström verweist auf die umfangreichen Leistungen der Ehrenamtlichen: Unterstützung des Rettungsdienstes, Sanitätswachdienste, HvO-Dienste, Blutspendetermine und diverse Ausbildungsabende sind nur ein Auszug der vielfältigen Tätigkeiten und ergeben einen Gesamtstundensatz von knapp 11 000 Stunden.

Die Beauftragte des Jugendrotkreuzes Jana Kralenez berichtet, dass zusätzlich noch 19 „Jungsanitäter“ die Bereitschaft unterstützen. Volkachs Bürgermeister Peter Kornell zeigt sich beeindruckt. „Ihre extreme Professionalität kommt uns allen sehr zu Gute“, lobt er die Mitglieder des BRK – und auch der Volkacher Feuerwehrkommandant Fred Mahler zollt den Leistungen seinen Respekt: „Ich habe immer ein gutes Gefühl wenn, Ihr bei einem Einsatz dabei seid.“ Der Leiter des Rettungsdienstes Kitzingen, Sven Appold, bedankt sich für die vielen außerplanmäßigen Unterstützugsdienste mit einem Rettungswagen bei Notfällen, was für die Sicherheit der Landkreisbürger wichtig ist.

Kreisbereitschaftsleier Karsten Droll hat schließlich die langjährige Mitglieder des Volkacher Roten Kreuzes geehrt.

Ehrungen beim Bayerischen Roten Kreuz in Volkach: 5 Jahre Mitgliedschaft, Felix Wallström, 10 Jahre, Jasmin Berthold, Julian Eibicht, Marion Friedrich, Fiona Kaiser, 15 Jahre, Andreas Schäffer, 20 Jahre, Ulrike Braun, 25 Jahre, Marco Maiberger, 30 Jahre, Dr. Georg Klose, 35 Jahre, Harald Erhard, 40 Jahre, Gerhard Rustler, 45 Jahre, Georg Hufnagel, 50 Jahre, Gudrun Kröner, 55 Jahre, Willi Berz, 60 Jahre, Bruno Berz. Das Ehrenzeichen der BRK-Gemeinschaften erhielten Elke Stapf, Walter Günther und Felix Wallström.