Die Erneuerung und Wiederbelebung der Grabengärten ist ein Ziel, das sich die Stadt Mainbernheim auf die Fahnen geschrieben hat und für dessen Erreichen viel eigenes Geld in die Hand genommen wird und auch EU-Mittel fließen. Mittel, die nicht nur das „gärteln“ anregen, sondern die auch der Verschönerung der Anlagen und der Nutzung durch die Bürger dienen sollen.

Der erweiterte Bauausschuss traf sich kürzlich gemeinsam mit Landschaftsarchitekten des Nürnberger Büros „Werkgemeinschaft Freiraum“ (WGF), um Ideen für Ausstattungselemente zu sammeln. Über die Ergebnisse wird sich der Stadtrat in den kommenden Sitzungen Gedanken machen und Beschlüsse fassen.

Erst einmal müssen die Grabengärten für die Gärtner nutzbar gemacht werden.

Ein Schritt in diese Richtung sind runde Schöpfbecken aus Beton oder Naturstein mit rund 110 Zentimeter Durchmesser und etwa 80 Zentimeter hoch, möglicherweise mit Abstellflächen für Gießkannen sowie einem Brunneneinlauf aus Edelstahl und einem Auslauf mit Standrohr zur Regelung des Wasserspiegels.

Zehn Werkzeugkisten, die über das europäische Leader-Programm finanziert werden können, sollen jeweils zwischen zwei Schöpfbecken an die Stadtmauer gestellt werden. In den etwa zwei Meter langen und einem knappen Meter breiten Kisten ist Platz für die Gartengeräte. Damit keine Mäuse darin hausen, soll ein Inneneinsatz aus Lochblech eingebaut werden. Um vor Diebstahl zu schützen, erhalten die Kisten ein Schloss sowie einen wasserdichten Deckel. Zudem werden – ebenfalls Leader-finanzierte – Kompostkisten aufgebaut.

Einig war man sich, dass wenige, dafür aber hochwertige Elemente in die Grabengärten kommen sollen, die einfach gestaltet sind. Vorwiegend will man naturbelassenes Holz und anthrazitfarbenes Metall verwenden. Das betrifft bereits die 16 geplanten Gartenbänke an drei verschiedenen Orten, die aus sibirischer Lärche gefertigt werden sollen. Die mit Lehnen versehenen Bänke werden im Boden verankert, am Turmplatz werden zur Auflockerung Steinquader aufgestellt.

Vielleicht werden die Grabengärten aber auch bald zur Spielwiese von Kindern: Das Gremium stellt sich neben einer Schaukel und einer Boule-Bahn auch „Kunstwerke“ vor, die ohne Schaden zu nehmen, auch von Kindern genutzt werden können. Von heimischen Holzhandwerkern sollen zudem Bären und Schafe kommen, die ebenfalls ins Spiel integriert werden können.

Es werde Licht: Die beiden Durchgänge in der Stadtmauer sowie der Turm sollen mit Lichtern in Szene gesetzt werden, Orientierungslampen die Wege zu den Durchgängen kennzeichnen. An den Wartebereich des Bushäuschens kommt eine Bodenleuchte, für die drei Querungen der Bundesstraße 8 sind je zwei Mastleuchten erforderlich. Insgesamt geht man von 17 Lichtquellen aus.

Erklärter Wunsch der Stadt Mainbernheim ist es, die Bauarbeiten im Herbst dieses Jahres abgeschlossen zu haben.