Mit sieben Stimmen und damit einstimmig beschloss am Donnerstag der Gemeinderat Mainstockheim, den Grabendamm von einer Orts- oder Gemeindestraße in einen selbstständigen Geh- und Radweg umzustufen. Der Grabendamm wird zum 31. Dezember aus dem Bestandsverzeichnis der Gemeindestraßen gestrichen und in das Verzeichnis der „sonstigen Straßen“ eingetragen.

Ebenfalls mit sieben Stimmen einigte sich das Gremium darauf, auf eine Bauleitplanung für den Grabendamm zu verzichten. Wegen persönlicher Beteiligung waren Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs, die Ratsmitglieder Andreas Fuchs, Sabine Fuchs, Günter Voit und Frank Schmitt von der Abstimmung ausgeschlossen.

Die Umstufung gilt auf einer Länge von 356 Metern für den Bereich zwischen dem Hochwassergraben als südlichem Grenzpunkt und der Einmündung in die Ortsdurchfahrt der Staatsstraße 2270. Der Weg wird in Zukunft mit einem Radweg-Schild und einem Schild mit der Aufschrift „Anlieger frei“ gekennzeichnet.

Carports abgelehnt

Einstimmig mit zwölf Stimmen bestätigt hat der Rat, als Folge aus der oben genannten Abstufung, seinen Beschluss vom 23. Juni. Er lehnte den Antrag von Lothar Lang ab, am Grabendamm 32 überdachte Stellplätze, Carports und eine Solaranlage zur Eigenstromversorgung zu errichten (wir berichteten). Weitere Gründe waren die Lage des Grundstücks im Außenbereich und im Bereich des 100-jährigen Hochwassers.

Ebenfalls abgelehnt wurde der Antrag Langs auf eine Änderung der Verkehrsregelung für diesen Bereich.

Weitere Themen der Gemeinderatssitzung:

• Zugestimmt hat das Gremium einer Satzung für die Nutzung des neuen Holzlagerplatzes. Der Pachtpreis ist jährlich zu entrichten. Die Pacht wurde auf 40 Cent je Quadratmeter festgelegt. Lärmerzeugende Arbeiten sind an Werktagen lediglich zwischen 8 und 12 Uhr und zwischen 13 und 19 Uhr erlaubt.

• Einstimmig fiel der Beschluss, in der Unteren Brunnengasse weitere vier Parkplätze mit Nägeln zu markieren. Damit stehen in der inzwischen als Spielstraße gekennzeichneten Gasse insgesamt sieben öffentliche Parkplätze zur Verfügung.

• Ebenfalls ja sagte der Gemeinderat zur Verlegung der Wertstoffcontainer von der Schule an den Parkplatz unterhalb des Friedhofes. An der Schule entstehen so einige Kurzeitparkplätze für Eltern, die Kinder bringen oder holen. Der Platz, an dem die Container aufgestellt werden, soll zuvor mit gebrauchten Betonsteinen befestigt werden. Als Sichtschutz werden Thujas gepflanzt, die ebenfalls bereits vorhanden sind.