Gipsabbau gewinnt wieder an Bedeutung

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Bei der Barbarafeier unter Tage gab es für 25-jährige Betriebstreue Ehrungen. Das Bild zeigt (von links) Thomas Siebert, Hermann Viertel, Anton Peter, Günther Sturm, Erwin Nahr, Christoph Dorn, ...
Foto: Gerhard Krämer

Unter Tage im Anhydritgewölbe feierten Mitarbeiter des Betriebskreises Rohsteingewinnung Franken und des Knauf-Fließestrich-Werkes Hüttenheim und Gäste die Barbarafeier, die mit einem ökumenischen Gottesdienst mit Pater Wilson Packiam (Seinsheim) und Pfarrer Reinhard Kern (Markt Nordheim) zu Ehren der Schutzpatronin begann.

Unter Tage im Anhydritgewölbe feierten Mitarbeiter des Betriebskreises Rohsteingewinnung Franken und des Knauf-Fließestrich-Werkes Hüttenheim und Gäste die Barbarafeier, die mit einem ökumenischen Gottesdienst mit Pater Wilson Packiam (Seinsheim) und Pfarrer Reinhard Kern (Markt Nordheim) zu Ehren der Schutzpatronin begann.

Keine Unfälle seit über einem Jahr

Mit dabei waren auch Vertreter aus den Gemeinden Willanzheim, Seinsheim, Hüttenheim, Hellmitzheim, Nenzenheim, Markt Einersheim, Sugenheim, Krassolzheim, Markt Nordheim, Ergersheim, Illesheim und Burgbernheim, mit denen Knauf aufgrund der Gips- und Anhydritabbautätigkeit zusammenarbeitet.

In seinem Rückblick betonte der Leiter der Werke Hüttenheim und Neuherberg, Uwe Schirmer, dass der gesamte Betriebskreis seit 439 Tagen unfallfrei geblieben sei. Dies sei insbesondere ein hervorragendes Ergebnis, weil man das ganze Jahr hindurch in der Grube wegen des Baus des Rechenzentrums und der Sanierung des Bandberges zusätzliches Personal auf den Baustellen hatte.

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Die Anhydritförderung aus der Grube Hüttenheim IV liege in diesem Jahr etwa bei 235 000 Tonnen, was eine Steigerung der Fördermenge um 7000 Tonnen bedeute. Beim Fließestrich würden die 154 000 Tonnen des Vorjahres mit 165 000 Tonnen deutlich übertroffen. Die Verkaufsmenge von Anhydrit-Rohstein werde mit 65 000 Tonnen etwa dem Vorjahresniveau entsprechen.

Grube Hüttenheim wird 60

In den Tagebaubetrieben des Betriebskreises, der sich von Bad Königshofen im Norden bis Marktbergel und Westheim im Süden erstreckt, werden laut Schirmer in diesem Jahr rund 460 000 Tonnen Gips für die Weiterverarbeitung in den Werken Iphofen, Markt Einersheim und Neuherberg gefördert werden, was einer Mehrmenge von 50 000 Tonnen entspricht. Gründe dafür sieht Schirmer in der guten Baukonjunktur und in der Energiepolitik der Bundesregierung. Denn immer mehr Kohlekraftwerke blieben stehen oder würden ganz abgeschaltet, weswegen auch der Gips aus der Rauchgasentschwefelung fehle. Deshalb werde sich zum Ausgleich der Fehlmenge die Förderung von Gips aus Natursteinvorkommen weiter erhöhen.

Die Grube Hüttenheim werde in diesem Jahr 60 Jahre alt. Seit 1957 habe sich die Fläche unter Tage auf 4,5 Quadratkilometer erweitert. Mehr als zwölf Millionen Tonnen Anhydrit seien seitdem ans Tageslicht gebracht worden.

Wie bereits bei der Knauf-Hauptversammlung am Tage zuvor, informierte der Vorsitzende der Geschäftsleitung Knauf Gips KG, Christoph Dorn, über aktuelle Entwicklungen. Mit dem Kohleausstieg bekomme die Barbarafeier eine ganz andere Bedeutung, denn die bergmännische Gewinnung von Gips werde wieder einen ganz anderen Stellenwert bekommen.

Gesamtbetriebsratsvorsitzender Klaus Moik hoffte in seiner Ansprache, dass nach Übernahme etlicher Leiharbeiter es auch gelingen möge, zwei für Hüttenheim zu übernehmen. Ein Grußwort sprach Bergrat Frank Becker vom Bergamt Nordbayern, der die Fortsetzung der Sanierungsarbeiten zur Sicherheit der Bergleute hervorhob.

Die Geehrten

Für 25-jährige Betriebszugehörigkeit ehrten Christoph Dorn, Anton Peter (Leiter Technik der Knauf-Gruppe), Michael Brüninghaus (Leiter der globalen Rohsteinversorgung) und Klaus Moik zum Abschluss Erwin Nahr, Uwe Schirmer, Thomas Siebert, Günther Sturm und Hermann Viertel.