Er ist bekannt als Nusspapst, Öko-Hobbywinzer und Landwirt aus Leidenschaft: Jetzt hat der Volkacher Karl Schneider eine über vier Meter hohe Maisstaude in seinem Garten gezüchtet. Natürlich hegt und pflegt er dieses überdimensionale Gewächs und ist mächtig stolz darauf.

„Das ist wohl nicht die Norm“, meint er lachend und hantiert mit Leiter und Messlatte. Viererlei Samenkörner peruanischer Art hatte er sich von der Landesgartenschau Stuttgart mitgebracht, wo er sich vor allem für die Geschichte der Inkas interessierte. Zu Hause pflanzte er die Samen in seinen Hausgarten – und staunte. Dass der Mais, natürlich nicht genmanipuliert, diese Höhe erreichen würde, konnte er im Traum nicht ahnen. Die drei anderen Stauden sind zwar auch recht stattlich, aber nicht ganz so groß. Und noch eine Besonderheit gibt es: Die Maiskörner sind nicht nur gelb, sondern auch schwarz, rot und mehrfarbig.

Doch nicht genug. Gleich daneben wächst eine philippinische Bittermelone, die eine Madonna von Peter Wagner von 1701 umrahmt. Denn neben seiner Heimatverbundenheit, der Liebe zu Mensch, Tier und Umwelt verbindet man mit dem Namen Karl Schneider auch die Geschichte der Region mit ihren Denkmälern und Raritäten. Schließlich hat er sich auch als Ausgrabungstechniker und rühriger Restaurator, Buchautor, Verfasser zahlreicher Schriften und Biografien einen Namen gemacht.