Verkehrssicherheit auf der einen, Pflegearbeiten auf der anderen Seite: Das sind die Gründe, warum die Stadtgärtner seit einigen Tagen im gesamten Stadtgebiet unterwegs sind. Mitte der Woche kommt auf der Mondseeinsel ein weiterer Arbeitseinsatz dazu.

Weil dann die Motorsägen weithin hörbar sein werden, hat Stadtgärtner Johannes Lindner am Montag zum Ortstermin auf dem Parkplatz des Aqua sole geladen. Dort werden in den nächsten Tagen die rund 25 Meter hohen Säulenpappeln gestutzt. „Wir holen das Totholz raus und machen das, was nötig ist“, sagte Lindner.

Das gilt übrigens für alle rund 100 Bäume, die in diesem Frühjahr von den Stadtgärtner mit gezieltem Einsatz der Motorsäge in Form gebracht werden. Bevor Klemens Stockmann und seine Kollegen mit dem angemieteten Steiger bis zu 30 Meter hoch in die Kronen fahren, hat der Rundgang des stadteigenen Baumkontrolleurs stattgefunden. Der ist mindestens zweimal im Jahr unterwegs, um die Schäden an den durchnummerierten Bäume der Stadt – einmal mit, einmal ohne Laub – aufzunehmen. Diese Aufzeichnungen sind die Basis für die jeweils im Frühjahr laufenden Arbeiten.

Zudem betont Lindner, dass alle größere Einsätze mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt abgestimmt sind. Das gilt auch für die Mondseeinsel, auf der vermutlich ab Mittwoch der „Gehölzsaum“ rund um die Schwimmbadinsel zurückgenommen wird.

Mit im Boot bei der Aktion ist das für den Main zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt in Schweinfurt. Die WSA-Leute werden vom Schiff aus am Uferbewuchs arbeiten. Von Land aus werden die Stadtgärtner dafür sorgen, dass von den Bäumen am Ufer keine Gefahr mehr ausgehen kann.

Verkehrssicherungspflicht heißt die Aufgabe, die für die Stadt hinter den Einsätzen steht. Die gilt auch für zwei Straßen, die in diesem Frühjahr unter die Lupe genommen werden. Die Linden am Hindenburgring Nord und die Akazien in der Kanzler-Stützel-Straße sind seit langem Sorgenkinder, so Lindner.

Bevor die Säge an diesen, die Straßen besonders prägenden Bäume, zum Einsatz kommt, hat sich Lindner einen Baumgutachter bestellt. Von dem erhofft er die Hinweise darauf, wie und in welchem Umfang die Säge zum Einsatz kommen muss. Dass in beiden Straßen etwas passieren muss, sei klar, so Lindner, der aber verspricht: „Wir sind auch da mit dem grünen Daumen unterwegs und mit Augenmaß.“