Die Entscheidung ist gefallen: Pfarrer Gerhard Spöckl wird neuer Pfarrer und Leiter der Kitzinger Pfarreiengemeinschaft Sankt Hedwig. Bischof Friedhelm Hofmann hat den 48-Jährigen, der bislang Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Mittlerer Kahlgrund in Mömbris (Landkreis Aschaffenburg) war, zum Nachfolger von Manfred Bauer ernannt, teilt der Pressedienst des bischöflichen Ordinariats mit.

Einen Wermutstropfen beinhaltet die gute Nachricht allerdings: Spöckl wird die Aufgabe erst zum 1. Mai 2015 übernehmen, die Pfarrerstelle bleibt also zehn Monate vakant. Pfarrvikar Stefan Eisert (St. Vinzenz), der als Pfarradministrator währenddessen die Lücke füllt, hatte im aktuellen Hedwigsbrief, dem Pfarrbrief der Pfarreiengemeinschaft, die Gläubigen bereits darauf eingeschworen, dass man nicht vor Februar mit dem neuen Geistlichen rechnen sollte.

Manfred Bauer ist vor drei Monaten nach fünf Jahren Amtszeit verabschiedet worden. Er ging bereits Ende Juli für eine neue Aufgabe als Jurist für das staatliche und kirchliche Recht in die Disziplinarkommission des Vatikans nach Rom. Der 47-Jährige soll unter anderem dafür sorgen, dass die Missbrauchsfälle, die die katholische Kirche aufgewühlt haben, aufgearbeitet werden.

Gerhard Spöckl stammt aus Kürnach (Landkreis Würzburg). Nach dem qualifizierenden Hauptschulabschluss und dem Abitur am Abendgymnasium im Jahr 1988 studierte er in Würzburg und Fribourg in der Schweiz Theologie. Bischof Dr. Paul-Werner Scheele weihte ihn am 11. Februar 1995 im Würzburger Kiliansdom zum Priester, heißt es im Pressetext des Bistums. Danach wirkte Spöckl als Kaplan in Obernau, Frammersbach und Hammelburg, ehe er 1999 Pfarrer von Mömbris und Niedersteinbach sowie Seelsorger und Verwalter der Filiale Hemsbach der Kuratie Kälberau wurde.

Große Verantwortung

Spöckl übernahm noch weitere Aufgaben, ehe Bischof Hofmann 2006 die Pfarreiengemeinschaft „Mittlerer Kahlgrund“ errichtete, die seither von Spöckl geleitet wird. Zu ihr gehören die Pfarrei Gunzenbach mit Reichenbach und Hohl, die Pfarrei Mömbris, die Pfarrei Niedersteinbach mit Hemsbach und die Pfarrei Schimborn mit Daxberg. Der 48-Jährige hat somit reichlich Erfahrung in der Leitung einer großen Pfarreiengemeinschaft.

Jedenfalls setzte er sich gegen weitere Bewerber durch. Denn es hätten sich, so heißt es im Hedwigsbrief, drei Pfarrer auf die Kitzinger Stelle beworben. Für rund 9000 Katholiken wird der gebürtige Kürnacher dann ab Mai in der Nähe seines Heimatorts verantwortlich sein.