Siwa – mit diesem Begriff können jetzt alle Seinsheimer Gemeinderäte etwas anfangen. Siwa, das ist eine Maschinengemeinschaft, die sich 1996 gegründet hat und auch ab 2002 für die Marktgemeinde tätig ist. Norbert Dazian stellte sie in der jüngsten Ratssitzung vor.

Der Name der Agrar GbR leitet sich aus den Ortsteilen her, aus denen damals die Gründungsmitglieder stammten, nämlich aus Seinsheim, Iffigheim, Wässerndorf und Winkelhof. Die Gemeinschaft bewirtschaftet 360 Hektar und übernimmt laut Norbert Dazian auch kleinere Lohnarbeiten beziehungsweise pflegt für Kommunen Grünstreifen, Hecken und Gräben oder übernimmt Mulcharbeiten.

Helfergruppe zählt 17 Helfer

Die Arbeiten von einem Gemeindearbeiter ausführen zu lassen, wäre teurer, verdeutlichte Norbert Dazian an einem Rechenbeispiel. Zudem habe die Gemeinde keinen Aufwand für die Technik. 17 Leute zähle die Helfergruppe, die die von der Gemeinde beauftragten Sachen erledige. "Die Leute sind das Kapital, ohne die geht es nicht", betonte Dazian. Sie leisteten Dienst für die dörfliche Gemeinschaft – bei nicht üppiger Bezahlung. Nicht alle Arbeiten mache aber die Siwa. Deshalb bat Dazian, sich erst einmal zu erkundigen, wer was gemacht habe, bevor man sich über die Siwa beschwere. Berechtigte Kritik werde dagegen gerne angenommen.

Im Übrigen gebe es seit der Flurbereinigung ein Pflegekonzept, an das man sich hält. Mittlerweile sei alles gewachsen. "Da muss auch einmal eine Hecke auf Stock gesetzt werden", erklärte Dazian. Bei Fragen kontaktiere die Siwa auch die Untere Naturschutzbehörde.

Geschützt würden vor allem Sukzessionsflächen, Flächen also, wo Pflanzen wieder an ihren Standort zurückgekehrt sind. Dazian nannte als Beispiel die Mariendistel. "Es wird also nicht wild drauf rumgemulcht", bekräftigte Bürgermeisterin Ruth Albrecht.