Die Marktgemeinde Seinsheim schließt sich bei der Errichtung und dem Betrieb einer Obdachlosenunterkunft der Kooperation mit den anderen Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft (VGem)  Marktbreit an. Nach längerer Diskussion fiel der Beschluss des Gemeinderats einstimmig.

Bei einer unfreiwilligen Obdachlosigkeit ist es eine staatliche Aufgabe, der betroffenen Person ein Obdach zu gewähren. Zuständig hierfür sind die Städte und Gemeinden als kommunale Ordnungsbehörden. So müsste eigentlich für jede Gemeinde innerhalb der VGem Marktbreit eine Notunterkunft geschaffen werden. Doch gibt es auch die Möglichkeit, sich mit anderen Mitgliedsgemeinden zusammenzuschließen und eine Kooperation zu vereinbaren. Im Bürgermeisterausschuss der Verwaltungsgemeinschaft war ein solches Vorgehen bereits positiv aufgenommen worden.

Zudem gewährt der Staat laut Verwaltung einen Zuschuss für neue und vorbildhafte Projekte in interkommunaler Zusammenarbeit. Ziel einer solchen Kooperation innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft ist, bei einer gemeinsam betriebenen Obdachlosenunterkunft Anschaffungs-, Unterhaltungs- und Personalkosten zu sparen, da diese anteilig auf alle teilnehmenden Gemeinden aufgeteilt werden können.

Bei der Regierung von Unterfranken wird ein Zuschussantrag gestellt. Die Marktgemeinde Seinsheim übertrug daher die Aufgaben der Obdachlosenfürsorge an die Verwaltungsgemeinschaft Marktbreit.

Sein Einvernehmen erteilte das Gremium für die Errichtung einer Terrasse und eines Gartenhauses im neuen Wässerndorfer Baugebiet. Da die Terrasse in der Bauverbotszone der Kreisstraße liegt, bedarf es noch der behördlichen Zustimmung. Für das Gartenhaus sagte der Gemeinderat schon einmal Ja und stimmte der Überschreitung der festgesetzten Baugrenze zu. Auch hier liegt die letztliche Entscheidung beim Landratsamt.

Wegen der Starkregenereignisse in diesem Jahr beschäftigt sich die Gemeinde mit dem Projekt "boden:ständig". In der Januarsitzung wird dies dem Gemeinderat näher erläutert, was dabei alles möglich ist.

Die neue Homepage der Gemeinde nimmt Formen an. Bürgermeisterin Ruth Albrecht dankte den Gemeinderäten Christian Sämann und Gerald Hell für deren Engagement. Mit im Team ist auch die Kulturreferentin und Gästeführerin Lydia Fischer.

Für den Bocksbeutelexpress, eine Freizeitlinie des Verkehrsverbundes Nürnberg, soll mehr Werbung gemacht werden. Insbesondere bei den Einheimischen, die diese Strecke auch nutzen könnten, ebenso wie Schüler und Studenten mit dem 365-Euro-Ticket.

Ruth Albrecht dankte ihrem Stellvertreter Jürgen Merbecks. Dieser habe im Kindergarten einen Toilettentritt und -aufsatz angefertigt. Ebenso habe er im Rathaus die Fenster neu eingestellt.