"Ich bin der Meinung, dass unser Parkkonzept in der Bürgerversammlung gut angekommen ist", meinte Sulzfelds Bürgermeister Matthias Dusel in der jüngsten Ratssitzung. Der Tenor war eindeutig: Es sollen keine übereilte Schnellschüsse gemacht werden, sondern das Konzept Schritt für Schritt umgesetzt werden.

In diesem Zug wird die Gemeinde ab Juli an der Mainlände Parkplätze an Bürger verpachten. Die Ratsrunde diskutierte die Form der Abgrenzung der Erweiterung des Park-Areals an der Festwiese, die Abgrenzung soll aus Holz gefertigt werden. Am Ratstisch wurde debattiert, wie und wie schnell das Parkkonzept umgesetzt werden soll. Ulrich Luckert gab zu bedenken, dass es vordergründig darum geht, dass ordentlich geparkt wird und Rettungsfahrzeuge problemlos durchkommen. "Wie dürfen nicht das Wohl eines Einzelnen über das Gemeinwohl stellen", meinte Luckert und erteilte gewissen Maximalforderungen wie einem Fahrzeugverbot im Altort eine Absage. Ein Diskussionspunkt war auch eine Ladestation für Elektrofahrzeuge, dafür gab es kaum Fürsprecher.

Weitere Themen im Rat

Die Gemeinde hat bislang ein Geschwindigkeitsanzeigegerät und der Bürgermeister schlug die Anschaffung eines weiteren Geräts vor. Denn die Anlieger in den Bereichen, in dem das Gerät postiert war, hätten sich sehr positiv geäußert, dass die Autofahrerinnen und Autofahrer merklich langsamer fahren würden. Die Ratsrunde beauftragte Matthias Dusel mit dem Kauf eines zweiten Geräts, das um die 2500 Euro kosten dürfte. Das zweite Gerät bringt den Vorteil, dass dann ein Gerät für einen längeren Zeitraum an der Staatsstraße stehen bleiben könnte und auch Daten liefern könnte, um künftig eine bessere Handhabe mit belastbaren Zahlen zu haben.

Nachdem die Aufgangstreppe zur Grundschule erneuert wurde, steht jetzt die Gestaltung des derzeit nur geschotterten Schulhofs ins Haus. Der Bürgermeister informierte über den finalen Gestaltungsvorschlag und legte eine Skizze auf, wie der Schulhof künftig aussehen soll. Darin finden sich auch Wünsche und Anregungen aus dem Lehrkörper und den Mitarbeiterinnen der Offenen Ganztagsbetreuung wieder.

Defibrillator am Treppenaufgang des Maintors

Die Ratssitzung hatte mit einer Einweisung für die Damen und Herren des Gemeinderats begonnen. Martin Grebing von der Firma Schiller Medizintechnik erläuterte die Erstbetriebnahme von Defibrillatoren. Denn die Gemeinde hatte ein solches Gerät angeschafft, das am Treppenaufgang des Maintors angebracht wird.

Der kürzlich geschlossene Pachtvertrag für alle gemeindlichen Weinberge hat eine Laufzeit von 25 Jahren. Matthias Dusel trug am Ratstisch den Wunsch des Pächters vor, dass die Gemeinde auf den Pachtzins im ersten Jahr bei der Neuanpflanzung der einzelnen Parzellen verzichte. Dafür zeigte sich das Gremium aufgeschlossen.