Der Albertshöfer Gemeinderat hob in seiner Sitzung einen Generalbeschluss aus dem Jahr 2015 auf. Damals hatte der Gemeinderat festgelegt, dass mit der Sanitätsbereitschaft ein Mietvertrag für das Nebengebäude am Feuerwehrgerätehaus geschlossen wurde. Laut der Vereinbarung übernahm die Gemeinde die monatliche Miete von 200 Euro samt Nebenkosten und daneben einen jährlichen Zuschuss von 600 Euro. Künftig wird die Gemeinde nur noch die Miete plus Nebenkosten als Zuschuss gewähren, die weiteren 600 Euro gibt es nicht mehr.

"Da die Bereitschaft nicht mehr aktiv ist, stellt sich die Frage, ob wir den Beschluss aufrecht erhalten wollen", erklärte Bürgermeister Horst Reuther. Bei den Staubwolken, die der Rücktritt des ehemaligen Bereitschaftsleiters Alfred Sattes im November aufgewirbelt hatte, war offenbar geworden, dass diese Gelder jetzt in die Kasse des Kreisverbandes des Bayerischen Roten Kreuzes wandern, statt in Albertshofen verbraucht zu werden. Vor allem Doris Müller vertrat die Ansicht, dass die 600 Euro nicht mehr von der Gemeinde als Zuschuss gezahlt werden, wenn die Bereitschaft keinen direkten Zugriff auf die BRK-Kasse habe. Deshalb war die Entscheidungs-Grundlage eindeutig, und die Abstimmung fiel ebenso aus.

"Fahrende Brücken"

Vor geraumer Zeit haben Kommunalpolitiker eine Kooperation der Kommunen, die Mainfähren betreiben, initiiert. Jetzt hat sich eine Interessengemeinschaft Mainfähren gegründet, um die Interessen der betreffenden Kommunen Albertshofen, Mainstockheim, Mainsondheim, Dettelbach, Nordheim, Markt Eisenheim, Volkach und Wipfeld zu vertreten. Denn die Fähren seien prägend für die Kommunen und stellten eine Einmaligkeit in der fränkischen Kulturlandschaft dar.

Die "fahrenden Brücken" bilden Ersatz für nicht vorhandene Brücken und erfordern einen enormen finanziellen Aufwand, um sie zukunftssicher zu betreiben. Die Beteiligten sahen eine Kooperation als lohnend an und fanden sich anlehnend an die ILEK MainAllianz (Interkommunales Ländliches Entwicklungskonzept) zusammen. Dabei soll es auch ein gemeinsames Marketing für das "schwimmende Kulturgut" geben. Mögliche Handlungsfelder sind gemeinsame Ausschreibungen, Anschaffungen, die Nutzung von Gerätschaften. Synergieeffekte könnten auch eine Kooperation im personellen Bereich bringen. Horst Reuther informierte die Damen und Herren des Gemeinderats darüber, dass die Regierung von Unterfranken dass sie für den Betrieb der Fähre von Albertshofen nach Mainstockheim für das Jahr 2021 einen Zuschuss von 70 000 Euro gewährt.

Informationen über Regionalbudget

Der Bürgermeister gab bekannt, dass am 25. Februar um 18 Uhr eine Online-Informationsveranstaltung über das Regionalbudget des Amtes für ländliche Entwicklung stattfindet. Auch für Vereine ist das Regionalbudget interessant, da auch ihre Projekte bis zu einem bestimmten Betrag gefördert werden können. Nähere Informationen zu der Veranstaltung gibt es auf der Internetseite der Stadt Dettelbach unter der Rubrik "Leben in Dettelbach" und "Förderung für Kleinprojekte durch die Main Allianz".

Für die Albert-Schweitzer-Grundschule werden stationäre Raumfilter beschafft. Der Bürgermeister und die Verwaltung wurden beauftragt, den Zuwendungsbescheid und die Beschaffung auf den Weg zu bringen. Für die Anschaffung steht ein staatlicher Zuschuss von 71 000 Euro in Aussicht. Die weiteren Schritte zur Ausschreibung werden vorbereitet.

Die Gemeinde gewährt dem Turn- und Sportverein wie schon im Vorjahr einen Betrag zur Sportbetriebsförderung von 4979 Euro und damit in gleicher Höhe wie der Freistaat. Zudem erhält der Sportverein wiederum 3000 Euro zur Förderung der Jugendarbeit.

Neuer Glasfaseranschluss

Das Albertshöfer Rathaus bekommt einen neuen Glasfaseranschluss, den Auftrag dafür bekam die Deutsche Telekom als günstigster Anbieter zum Preis von 52 000 Euro. Der staatliche Zuwendungsbescheid ging inzwischen mit 46 830 Euro ein, wodurch der Eigenanteil der Gemeinde sich auf 5200 Euro reduziert.