"Ich hatte nicht während der letzten Sitzung im Dezember einen Antrag gestellt, sondern es gab zwei Anträge. Den einen im Dezember fristgerecht zur Sitzung am 17. Dezember. Dieser wurde wegen mangelnder Dringlichkeit vertagt. Gleichzeitig wurde eine Anschaffung für den Bauhof auf die Tagesordnung gesetzt, welche schon zu Beginn des Jahres 2020 im Haushalt vorgesehen war. In der besagten Sitzung bat ich ausdrücklich noch einmal um eine Behandlung meines Anliegens in der Januarsitzung, was auch im Protokoll vermerkt wurde. Doch auch in dieser Sitzung wurde mein Antrag wieder nicht auf die Tagesordnung genommen. Dagegen stand zum Beispiel die Renaturierung eines gemeindlichen Lagerplatzes auf der Tagesordnung. Da dieser Platz jedoch aufgrund der Dorferneuerung noch zwei Jahre unverzichtbar sein wird, besteht hier in keinster Weise eine Dringlichkeit", schreibt Michael Friederich.

"Mein Antrag hatte nicht zum Inhalt, dass ich etwa in der Sitzung zu Bauvorhaben im Rahmen der Dorferneuerung informieren möchte. Er beinhaltete die Bitte, dass der Gemeinderat zeitnah über geplante Vorhaben der Dorferneuerung informiert werde, um gegebenenfalls noch seine Möglichkeiten zur Mitbestimmung nutzen zu können", heißt es weiter in der Stellungsnahme.

"Meiner Ansicht nach sollte der Gemeinderat geschlossen hinter Maßnahmen stehen, die das Ortsbild prägen und auf Jahrzehnte verändern. Eine solche Geschlossenheit lässt sich für mich nur erreichen, wenn auch jeder einzelne Gemeinderat weiß, was auf Seiten der Gemeinde gerade geplant wird und zum Bau ansteht. Mir war und ist immer noch nicht klar, weshalb ein so schnell zu entscheidender Tagesordnungspunkt zweimal nicht berücksichtigt wird. Eine Abstimmung darüber hätte fünf Minuten gedauert, was angesichts der Pandemielage und Coronabestimmungen vertretbar gewesen wäre", schreibt Gemeinderat Michael Friederich abschließend.