Auf einer Fläche von rund 30 Hektar nördlich von Abtswind wird künftig eine Anlage zur Gewinnung von Strom aus Fotovoltaik stehen. Die Abtswinder Gemeinderäte votierten in ihrer Sitzung einstimmig dafür, dass der Flächennutzungsplan der Gemeinde deswegen geändert wird. Gleichzeitig wird nun ein Bebauungsplan „Abtswind Fotolvoltaik II“ für das Gebiet aufgestellt, das bislang als Ackerland diente.

Das Grundstück befindet sich nördlich der Autobahn in Richtung Untersambach, und rahmt praktisch eine bereits bestehende, acht Hektar große, Fotovoltaikanlage ein. Bürgermeister Jürgen Schulz sah das Ganze so, dass auch seine Gemeinde „unseren Beitrag zur Gewinnung von alternativer Energie leisten muss. Der Strom kommt nicht nur aus der Steckdose.“

Der Antrag zum Bau stammt von der Firma Südwerk Projektgesellschaft aus Burgkunstadt, die das Ganze im Sommer bereits einmal vorgestellt hatte. Damals sprachen die Verantwortlichen davon, dass am Standort ein Gesamtpotenzial von 90 Hektar möglich wäre. Ein eigenes Umspannwerk könnte die Infrastruktur ergänzen, hieß es. Das Investitionsvolumen wurde auf rund 21 Millionen Euro beziffert.

Wie der zur Sitzung anwesende Projektentwickler Thomas Jungkunz ausführte, will das Unternehmen die Anlage etwa bis Mitte 2022 fertig haben. Zunächst müssen die Pläne ausgelegt und Stellungnahmen der einzelnen Stellen eingeholt werden.

In der Sitzung wurde zudem über den aktuellen Ortsprospekt beraten. Das Info-Heft, das vor fünf Jahren erstellt wurde, soll überarbeitet und aktualisiert werden. Dem stimmten die Räte zu.