Gegen das Pflanzen von Obstbäumen auf ihrer Gemarkung hat wohl kaum eine Kommune etwas einzuwenden. Auch nicht in Rüdenhausen, doch da müssen die von einem Privatmann auf seinem Grund entlang eines Flurweges gepflanzten junge Bäume versetzt werden. Das legte der Gemeinderat in seiner Sitzung fest.

In der Sitzung trug Bürgermeister Gerhard Ackermann das Ganze vor. Die Bäume stünden am so genannten Kreuzweg eineinhalb Meter vom Fahrbahnrand entfernt. Der Verband für Ländliche Entwicklung habe jedoch darauf hingewiesen, dass der Abstand zur Grundstücksgrenze mindestens zweieinhalb Meter betragen müsse. Das sei nötig, damit die Baumkronen später nicht in die Fahrbahn ragten, teilte Bürgermeister Ackermann dem Privatmann mit.

An anderen Alleen orientiert

Die Gemeinde bat um das Nachbessern. Das sei frühestens im Herbst möglich. Der Grundbesitzer fragte, ob man der Pflanzung nicht einfach so zustimmen könne, er habe sich an anderen Alleen orientiert. Er wies darauf hin, dass es sich bei den besagten Bäumen um Wildgehölze handle, die vom Wuchs her nicht so breit und hoch seien. Zudem wolle er die Bäume pflegen. Doch das nutzte alles nichts, der Gemeinderat votierte für das Umpflanzen.

Weiter hieß es in der Sitzung, dass im Ort mehrere Verkehrsschilder zusätzlich aufgestellt werden, um auf Tempo 30 hinzuweisen. Außerdem werde man sich erkundigen, was es die Gemeinde kosten würde, den fließenden und den ruhenden Verkehr über die kommunale Verkehrsüberwachung kontrollieren zu lassen.