Geplant und immer wieder verschoben, doch jetzt fand die Jahresabschlusssitzung des Biebelrieder Gemeinderats statt. Endlich konnte Bürgermeister Roland Hoh ausgeschiedene Ratsmitglieder offiziell im feierlichen Rahmen verabschieden. Nicht alle waren aber gekommen.

Hoh blickte im Hotel Leicht auf die vergangenen zwei Jahre zurück. Es hatte 24 Sitzungen des Gemeinderats gegeben, in denen 685 Tagesordnungspunkte behandelt worden waren. Das Gremium beschäftigte sich laut Hoh mit 37 Bauanträgen. In vielen Sitzungen sei es um die Bauleitplanung gegangen. Auch das Thema Freiflächenphotovoltaik habe den Gemeinderat sehr beschäftigt, auch in weiteren Sitzungen werde dies das Thema sein.

Während im Baugebiet Pförtlein in Kaltensondheim fast alle Grundstücke bebaut sind, das Baugebiet Mainstockheimer Weg III in Biebelried gerade erschlossen wird, tue sich die Gemeinde mit dem Baugebiet Lindelbacher Tor in Westheim etwas schwerer, weil noch einige Dinge zu klären seien. In Lindelbach wie in Biebelried würden Gewerbegebiete geplant.

Trotz Investitionen Schulden abgebaut

Hoh erinnerte unter anderem an die laufende Neugestaltung der Würzburger Straße, an die Glasfaserversorgung, die Sanierung der Schule, den Bau von Wasserleitungen, an die Reparatur von Kanälen mit Kosten in Höhe von etwa 200.000 Euro, an den neuen Fuhrpark des Bauhofs oder an die Wasserverluste in der Gemeinde. Trotz dieser Investitionen hätten Schulden abgebaut werden können. In diesem Jahr geht es laut Hoh zudem auch um die Überrechnung der Kläranlage oder um statische Untersuchungen am Rathaus Biebelried und am Feuerwehrhaus Kaltensondheim.

Nach dem kurzen Rück- und Ausblick verabschiedete Hoh die Mitglieder des Gemeinderats, die nach der vergangenen Amtsperiode ausgeschieden waren. Sie saßen teils für die Gemeinde in kommunalen Gremien, arbeiteten im Rechnungsprüfungsausschuss mit oder wirkten als Jugendbeauftragter oder Bau- und Umweltbeauftragter.

Drei Bürgermeister im Amt erlebt

Am längsten dabei gewesen, nämlich 18 Jahre, war Mattias Manger, der damit drei Bürgermeister erlebt hat. "Auf Dein Wissen konnten wir immer bauen", dankte Hoh. Nicht dabei sein konnte Renate Zirndt, die von 2008 bis 2014 Bürgermeisterin und von 2014 bis 2020 Mitglied im Gemeinderat war. Die gleiche Zeit wie Zirndt, von 2008 bis 2020, saß Christian Pavel im Gremium. Von 2014 bis 2022 war er dritter Bürgermeister.  Eine Wahlperiode lang waren Harald Vierrether und Udo Hager dabei. Ihre Verdienste würdigte Hoh bei der Versammlung. Nicht anwesend sein konnten Guido Böhm und Bernd Renz, die ebenfalls sechs Jahre Gemeindearbeit hinter sich haben. Alle erhielten Urkunde und ein Präsent der Gemeinde.