Am Montagabend wurde der Haushalt für 2022 vom Gemeinderat Martinsheim beraten und verabschiedet. Hierfür war Kämmerer Wolfgang Schmer von der Verwaltungsgemeinschaft in die Sitzung in der alten Schule in Gnötzheim gekommen.

Geplant ist ein Gesamthaushalt von 4.545.400 Euro, die sich in 2.563.200 Euro im Verwaltungshaushalt und 1.982.200 Euro im Vermögenshaushalt aufteilen. Nachdem die Gemeinde einige Jahre Schulden abbauen konnte, wird eine Kreditaufnahme von 223.700 Euro nötig sein, um die Investitionen zu finanzieren. Dadurch werden die Schulden von derzeit 126.511 Euro (122 Euro pro Einwohner) auf 330.111 Euro (319 Euro pro Einwohner) steigen.

Kredite werden weiter nötig sein

Wegen der geplanten Erweiterung des Kindergartens werden auch in den nächsten Jahren Kredite nötig sein, erklärte der Kämmerer. Die Planungen für den Anbau haben bereits begonnen, bei der letzten Schätzung wurde mit rund 1,9 Millionen Euro Gesamtkosten gerechnet.

Ein weiteres Projekt ist das neue Baugebiet in Gnötzheim, für das die Erschließung momentan durchgeführt wird. Hier werden Kosten von 754.000 Euro erwartet. Mit 255.000 Euro ist die Ersatzbeschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges für Martinsheim angesetzt. Weitere große Posten sind Grunderwerb, der Bau eines Regenrückhaltebeckens auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage Martinsheim/Enheim und der Abriss eines baufälligen Gebäudes in Martinsheim.

Kanäle werden in Gnötzheim überprüft

Da in der letzten Sitzung beschlossen wurde, dass die Gemeinde am Förderprogramm für den Breitbandausbau teilnimmt, sollten eventuelle Sanierungen der gemeindeeigenen Straßen möglichst damit koordiniert werden, riet Wolfgang Schmer. In Gnötzheim werden zudem auch die Kanäle in diesem Jahr geprüft. Neben den jeweils fünfstelligen Kosten für die Inspektion sind auch noch weitere Kosten für Reparaturen zu erwarten.

Bei der örtlichen Rechnungsprüfung für das Jahr 2020 gab es keine Beanstandungen, weshalb diese zur Kenntnis genommen wurde. Anschließend wurde die Jahresrechnung für 2020 festgestellt und entlastet. Diese belief sich auf 2.285.833,45 Euro im Verwaltungshaushalt und 1.323.840,05 Euro im Vermögenshaushalt, was einem Gesamthaushalt von 3.609.673,50 Euro entspricht.

Die nächste Gemeinderatssitzung ist voraussichtlich am Montag, 13. Juni.