Die ersten Lkw-Ladungen vom Main-Aushub sind bereits am eigens geschaffenen Lagerplatz direkt neben der Autobahn bei Gräfenneuses eingetroffen. In der Sitzung des Geiselwinder Gemeinderats fragte Ratsmitglied Gerhard Haubenreich nach, ob der angelieferte Boden auf Schadstoffe untersucht wurde. Bürgermeister Ernst Nickel teilte dazu mit, dass dies geschehen sei, jedoch der Gemeinde bislang noch keine Ergebnisse vorlägen. Die Autobahn-Direktion habe diese noch, man müsse abwarten, lautete das Ergebnis.

Der Aushub, der bereits angeliefert wurde, stamme laut Bürgermeister Nickel aus dem Main bei Mainaschaff. Es handle sich dabei größtenteils um Sand. Ab dem Frühjahr 2015 sollen etliche weitere Ladungen angefahren werden, von etwa 400 000 Kubikmeter war in der Vergangenheit die Rede. Der Boden soll zur Aufschüttung eines Damms gebraucht werden, der im Zuge des Autobahn-Ausbaus bei Geiselwind entsteht. Bei Gräfenneuses wurde dazu ein Areal, samt eigener Ausfahrt an der Autobahn, angelegt. Das Material werde ständig von Fachfirmen untersucht, teilte Nickel mit.

Breiten Raum nahm in der Ratssitzung die Änderung und Erweiterung eines Bebauungsplanes ein, den die Gemeinde vor einigen Wochen auf den Weg brachte. Dabei geht es um eine Fläche, die zum Areal des Autohofs Strohofer gehört. Die Gemeinde will damit weitere Grundstücke als Sondergebiet mit aufnehmen. Nachdem das Thema bereits 2011 angegangen, dann jedoch nicht weiter verfolgt wurde, kam es nun wieder auf den Tisch. Die Gemeinde entschloss sich, jetzt die längst vorgesehene Änderung zu machen, weil sonst die Frist dazu abgelaufen wäre. Nach Ablauf hätte die Kommune das komplette Verfahren von vorne abwickeln müssen.

Bürgermeister Nickel trug die vorgebrachten Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange vor, wobei es keine schwerwiegenden Einwände gab. Mancher Gemeinderat wunderte sich über die Fülle an Beschlüssen, die dazu im Gremium abgestimmt wurden. Das sei eben rechtlich so vorgeschrieben, die Gemeinde müsse diese Beschlüsse treffen, begründete Verwaltungsleiter Wilfried Hack. Der Bebauungsplan nimmt nun den weiteren Weg durch die Instanzen.