Nach wie vor geht Bürgermeister Ernst Nickel davon aus, dass der bereits beschlossene und genehmigte neue Kindergarten in Geiselwind im September kommenden Jahres eröffnet wird. In der Sitzung des Gemeinderates bekräftigte er das, als Gemeinderätin Margot Burger beim Punkt Wünsche und Anträge nach dem Stand in dieser Angelegenheit fragte. Er sei kein Hellseher, man wisse natürlich nicht, wie sich die Corona-Situation künftig darstelle, erklärte Nickel. Ähnlich sei es beim Punkt Baumaterial.

Zum aktuellen Stand berichtete Nickel, dass die Unterlagen für den notwendig gewordenen Bau längst eingereicht seien; der Zuschussantrag liege derzeit bei der Regierung. Im Oktober, so Nickel, sollen die Ausschreibungen der einzelnen Gewerke erfolgen.

Beim Thema Kindergarten war die Gemeinde zum Handeln gezwungen, nachdem die Regierung im vergangenen Jahr einen erhöhten Platzbedarf festgestellt hatte. Im bestehenden, der unter Trägerschaft der Katholischen Kirchenstiftung steht, reichten die Plätze nicht. Aktuell werden dort bereits Räume des Pfarrheims mit genutzt. Das Haus mit 75 Plätzen im Hort und 24 in der Krippe wird von der Kirche saniert.

Die neue Einrichtung ist für drei Kindergarten- sowie zwei Hortgruppen ausgelegt. Für den Bau wurden Kosten von rund 2,8 Millionen Euro kalkuliert. Das Gebäude wird in unmittelbarer Nachbarschaft zum bestehenden Kindergarten und zur ebenso dort befindlichen Schule entstehen. Dafür muss der Hartplatz weichen, der stattdessen weiter nördlich wieder entstehen haben soll.

Wo genau der neue Hartplatz dann hinkomme, wollte Gemeinderätin Burger wissen. Etwas oberhalb des bisherigen, zum Sportgelände des TSV hin, antwortete der Bürgermeister. Die Gespräche mit dem TSV und der Schule in der Sache seien fortgeschritten.

Gemeinderätin Burger stellte ein weiteres Thema in den Raum. Was sei, wenn das Pfarrheim künftig wegfalle, weil es im Zuge der Sanierung des bestehenden Kindergartens gebraucht werde. "Wo finden dann größere Veranstaltungen statt?" Sie regte an, ob man sich nicht Gedanken über den Bau einer Mehrzweckhalle für die Gemeinde machen sollte. Ihre Ratskollegin Eva-Maria Rückel fand den Vorschlag gut, zumal die bestehende Turnhalle an der Schule relativ klein sei.

Ortssprecher-Wahlen verschieben sich weiter

Davon wollte Bürgermeister Nickel nicht viel wissen. "Wer soll das bezahlen?", fragte er zurück. So etwas koste in der heutigen Zeit sehr viel Geld. Dazu sprang Nickel auch Ratsmitglied Siegfried Hummel zur Seite. Im Moment habe man wichtigere Probleme als eine Mehrzweckhalle, meinte er.

Außerdem informierte Bürgermeister Nickel auf Nachfrage zum Thema Wahl der jeweiligen Sprecher in den Ortsteilen. Sie erfolgte bisher nicht, weil man Rücksicht auf die Corona-Regeln nehme, so das Gemeindeoberhaupt. Versammlungen im Freien, wie aus dem Ratsgremium vorgeschlagen, wolle er in den Ortsteilen nicht ansetzen; das sei ihm wegen des Wetters zu riskant. Eine zentrale Wahl in Geiselwind, etwa in der Strohofer-Halle, das lehnten die Bürger aus den Ortsteilen ab. Also werde man weiter warten, bis sich die Vorschriften gelockert haben, sagte Nickel.