„Viele Eichfelder sagten: Es müsste 'was gemacht werden oder die Stadt muss 'was machen – wir haben die Aktion in die Hand genommen.“ Das teilt Helmar Hartner mit. Er war zusammen mit Theo Hartner und Karl Walter einer der Aktiven bei den Arbeiten zur Renovierung des Kriegerdenkmals, die jetzt abgeschlossen sind.

Nach Absprache mit der Stadt gab es grünes Licht. Die Steinmetz-Arbeiten erledigte die Firma Grimm aus Volkach; veranschlagt waren rund 4000 bis 5000 Euro. Mit annähernd 50 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit (Büsche und Bäume entfernen, Reinigung mit Dampfstrahler und Schriftzeichen neu malen) unterstützten die Eichfelder die Arbeiten, die die Stadt in Auftrag gab.

Die bis dato letzte Restaurierung des Kriegerdenkmals und die Umsetzung an den jetzigen Standort erfolgte 1976 zusammen mit der Kirchenrenovierung. Pfarrer der evangelischen Gemeinde war damals Helmut Schneider. Nach fast 40 Jahren war das Denkmal wieder in einem sehr schlechten Zustand, fast eingewachsen, versteckt und vergessen, berichtet Helmar Hartner. „Die Erhaltungsmaßnahme war auch eine Aktion 'gegen das Vergessen'.“

Ziel war, die Arbeit schon im Jahr 2014 umzusetzen, in dem sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum hundertsten Mal jährte, was nicht ganz geschafft wurde. Die Auffrischung des Mahnmals an der Kirche ist ein Anlass, wieder eine Gedenkfeier am Volkstrauertag zu gestalten: am Sonntag, 15. November, nach dem 9-Uhr-Gottesdienst mit Pfarrer Hartmut Kühnel und Bürgermeister Peter Kornell. Ältere Eichfelder erinnern sich an die bis jetzt letzte Gedenkfeier 1967 am Ehrenmal, damals mit Beteiligung des Krieger- und Veteranenvereins und in Anwesenheit von Vertriebenen aus den Kriegsjahren, so Helmar Hartner.