Ab September diesen Jahres gelten im Kindergarten Spielwiese in Martinsheim neue Gebühren, beschloss der Gemeinderat Martinsheim in seiner Sitzung am Montagabend in der alten Schule in Gnötzheim. Die letzte Gebührenanpassung gab es 2014, erklärte Bürgermeister Rainer Ott.

Künftig werden für einen Krippenplatz bis vier Stunden täglich 120 Euro statt 110 Euro fällig. Je weiterer Stunde erhöht sich dies um zehn Prozent statt bislang zehnEuro. Kindergartenplätze beginnen bei 110 Euro für bis zu vier Stunden täglich, statt bislang 70 Euro. Auch hier werden je weiterer Stunde zehn Prozent mehr verlangt, bislang waren es fünf Euro mehr. Vom Freistaat Bayern werden für Kindergartenplätze 100 Euro Beitragszuschuss gewährt, die Eltern müssen nur die Differenz hierzu bezahlen, erläuterte der Bürgermeister. Außerdem wird der Geschwisterbonus abgeschafft, durch den bei mehreren Kindern aus einer Familie ein sehr rechenaufwändiger Nachlass gewährt wurde. Für den Hort werden mit Ferienbetreuung 90 Euro (ohne 80 Euro) erhoben.

Wie schon in Martinsheim will die Gemeinde auch in Gnötzheim im Zuge der Erschließung des neuen Baugebietes "Am Berg" einen Ringschluss der Wasserleitung im Ort durchführen. Hierfür wird das Ingenieurbüro Horn beauftragt, das die Kosten für die rund 470 Meter lange zusätzliche Leitung auf circa 186.000 Euro schätzt.

Ein von Bürgern finanzierter Solarpark

Der Neubau eines Wohnhauses mit zwei Wohneinheiten und Garage in Enheim wurde inklusive der geplanten Abweichungen vom Bebauungsplan genehmigt. Einer entsprechenden Voranfrage war bereits in einer vorangegangenen Sitzung zugestimmt worden.

Nahe dem Umspannwerk bei Martinsheim soll ein von Bürgerinnen und Bürgern finanzierter Solarpark entstehen. Im März hatte sich der Rat grundsätzlich damit einverstanden erklärt, sofern der Gemeinde keine Kosten entstehen. Nun wurde der Antrag für den Aufstellungsbeschluss von der Firma Wust Wind & Sonne gestellt. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan erhält den Namen "Bürgersonnenenergie Martinsheim" und wird parallel zur Änderung des Flächennutzungsplans erstellt. Wenn die Pläne fertig sind, soll es Informationsveranstaltungen zur Bürgerbeteiligung geben, mit dem Baubeginn ist frühestens im Frühjahr 2023 zu rechnen.

Für die Einführung des Ratsinformationssystems wurde ein entsprechender Absatz in der Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts angefügt. Dieser regelt, dass Gemeinderatsmitglieder zur Abgeltung von Aufwendungen einmalig 300 Euro pro Legislaturperiode erhalten.

Auf Anfrage eines Anwohners zum Zustand und dem weiteren Vorgehen der Gemeinde bei der Straße im Baugebiet Sichelwiese in Martinsheim meinte der Bürgermeister, dass es in Kürze einen Termin hierzu geben soll. Er hofft, in der nächsten Sitzung, die für den 25. Juli geplant ist, über ein Angebot abstimmen zu können.