Die Gartenbauzentrale Main-Donau traf sich in der Gartenlandhalle in Albertshofen zur Berichterstattung aus der Genossenschaft mit ihren Betriebsstätten in Gundelfingen und Albertshofen.

Bei den turnusmäßigen Wahlen schieden Vorstandsvorsitzender Robert Zähnle und Aufsichtsrat Karl Hopf aus und wurden einstimmig wiedergewählt. Zudem traten Vorstandsmitglied Josef Wöller und Aufsichtsrat Josef Hopf zurück, er wurde neues Vorstandsmitglied. Neue Aufsichtsratsvorsitzende wurde Rosa Neubert. Durch Rücktritte und Wahlen wurde der Aufsichtsrat von acht auf sechs Mitglieder verkleinert.

Frische aus der Region und aus Familienbetrieben mache diese Genossenschaft aus, sprach Landrätin Susanne Knof von gewichtigen Argumenten gegen ganz große und ausländische Produzenten. Der Gartenbau zähle neben Weinbau und Bildung zu den Schwerpunkten im Landkreis.

Corona hat dem Gartenbau nichts anhaben können

Corona habe dem Gartenbau nichts nehmen können, unterstrich Andreas Becker, im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) zuständig für Landwirtschaft und Gartenbau, das erst kürzlich im Rahmen von Umstrukturierungen mit Würzburg zusammengeführt worden war.

Den Lagebericht stellte der Vorstandsvorsitzende Robert Zähnle vor. Die 1998 gegründete eigenvermarktende und vermittelnde Erzeugergenossenschaft produziert auf 700 Hektar Freilandfläche und 21,5 Hektar Unterglasanbaufläche derzeit 40 Gemüsesorten in Albertshofen und Gudelfingen. Sie sichert mit langjähriger Erfahrung an beiden Standorten die Gemüseversorgung, auch in Spezialkulturen. Eigene Kühllastwagen liefern schnell und immer frisch.

Zähnle erklärte zur Auftrags- und Umsatzentwicklung, dass das Unternehmen alle gängigen Gemüseerezeugnisse anbiete. Im Kerngeschäft habe der Umsatz um 3,7 Prozent zugenommen. Die Zahl der Anbaubetriebe habe sich zwar auf 99 verringert, doch konnten sich die übrigen meist vergrößern.

Steigende Anforderungen an Qualität und Verpackung

Das Unternehmen investierte im Geschäftsjahr 1 014 000 Euro, davon 465 000 Euro für den Bau von Anlagen. An Zuschüssen aus EU-Mitteln werden 433 000 Euro erwartet. Für das laufende Geschäftsjahr ist die Anschaffung diverser Geräte und Maschinen geplant, um die steigenden Anforderungen der Abnehmer an Qualität und Verpackung erfüllen zu können. Das Unternehmen hat derzeit 70 Beschäftigte in Vollzeit und 13 in Teilzeit.

Das Rohergebnis nahm bei gestiegenem Betriebs- und Personalaufwand um 14 Prozent zu. Das Jahresergebnis übertraf alle Erwartungen der Genossenschaft, wie der Beifall der Versammlung verdeutlichte. Das Unternehmen hat sich vorgenommen, Kundenkontakte nachhaltig durch Service und Qualität zu pflegen, zudem seien Kreativität von Erzeugern und Vertrieb gefordert.