Im Zeichen der Kommunalwahl stand der „Ascherfreitag“ des CSU-Kreisverbandes in der Wiesentheider Steigerwaldhalle. Das Interesse fiel mit rund 250 Besuchern deutlich geringer aus, als in den Vorjahren, was Wiesentheids Bürgermeister Werner Knaier auf die Wahlveranstaltungen zurückführte.

Der Kreisvorstand nutzte die Bühne, um seine Kandidaten vorzustellen. Zudem wies der Kreisvorsitzende Otto Hünnerkopf darauf hin, dass die CSU im Landkreis zehn Bürgermeister stellt – „von denen wir überzeugt sind, dass sie wieder gewählt werden“. Dazu rechnet man sich gute Chancen aus, weitere Bürgermeister-Posten zu gewinnen.

Hauptredner war Albert Füracker, Staatssekretär im Heimatministerium in Nürnberg an der Seite von Markus Söder. Der 46-Jährige aus dem Landkreis Neumarkt ist ausgebildeter Landwirt, und auch deswegen Verfechter für den ländlichen Raum. Auch dort sollen junge Menschen ihre Zukunft sehen, nicht nur im Landkreis München, sagte der Staatssekretär.

Er hielt ein Plädoyer für Bayern, das als nahezu einziges Bundesland seine Finanzen im Griff habe. Der Freistaat gebe viel Geld an die Kommunen – „so viel, wie nie zuvor“. Das flache Land profitiere davon.

Überhaupt sei man bestrebt, gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen, was Füracker am schnellen Internet belegte. Für die Förderung des Breitbands nimmt der Staat 1,5 Milliarden Euro in die Hand, bis 2018 soll schnelleres Internet in jeder Gemeinde möglich gemacht werden. Selbst in Regionen, wo es sich wirtschaftlich nicht lohne, müsse dies zur Verfügung stehen, forderte er. „Aber auch da brauchen wir die Kommunen, um es zu organisieren.“ Je mehr Ortsteile eine Kommune habe, desto höher müsse der Fördersatz sein. Füracker pries die Städtebauförderung, von der 75 Prozent der Subventionen in ländliche Kommunen gingen, und nicht in die Großstädte. Der der Freistaat habe Programm für Ärzte geschaffen, die eine Ansiedelung dort fördern. Auch sei es wichtig, dass möglichst wenig Schulen auf dem Land geschlossen werden.