In Absprache mit Feuerwehrkommandant Jan von Wietersheim stellte Wiesenbronns Bürgermeister Volkhard Warmdt in der Ratssitzung am Dienstagabend den Antrag, der Feuerwehr auf Kosten der Gemeinde zwei weitere Führerscheine für etwa 4000 Euro zu gewähren. Die sind notwendig, weil das neue Löschfahrzeug nicht mehr mit dem alten Führerschein gefahren werden darf.

Der Kommandant erinnerte daran, dass der letzte Einsatz erst zehn Minuten später starten konnte, da noch ein Fahrer fehlte, was im Notfall kritisch werden könne. Da derzeit nur zwei Maschinisten den Schein haben, wäre es sinnvoll, zwei weitere Fahrer zur Verfügung zu haben, die den Schein nur für die Wehr und nicht für gewerbliche Einsätze nutzen können. Der Rat stimmte dem Antrag unter der Bedingung  geschlossen zu, dass sich die beiden Kandidaten auf mindestens fünf Jahre verpflichten.

Neue Spinde für alle aktiven Feuerwehrler

Ebenso einhellig wurde dem Antrag der Feuerwehr auf neue Spinde zum Preis von rund 5000 Euro stattgegeben, obwohl dafür nur 3000 Euro im Haushalt stehen. Der Kommandant sagte dazu, dass derzeit nur die Atemschutzträger Spinde hätten, aber alle Aktiven eine Möglichkeit zur Unterbringung von Kleidern, Handy oder weiteren Utensilien bräuchten. An der Finanzierung wird sich auch der Feuerwehrverein beteiligen, kündigte von Wietersheim an.

Dem Rat lag außerdem der Antrag von Reinhard Hüßner auf Grenzbereinigung an der Westseite seines Anwesens in der Badergasse vor, um zwei Wasserspeicher einbauen zu können. Hüßner schlug einen Grenzverlauf zum benachbarten gemeindlichen Grundstück so vor, dass die frühere gerade Grenzziehung wieder hergestellt werde, weil die derzeitige nicht durchgehend sei. Harald Höhn erläuterte mit Bildern den bisherigen und nun geplanten Grenzverlauf und Bürgermeister Volkhard Warmdt sprach sich für die Begradigung aus, zumal der Antragsteller für die Kosten der Vermessung aufkomme. Das Votum für den Antrag und den Verkauf einer geringen gemeindlichen Fläche erfolgte einstimmig.

Ausnahme bei der Gestaltungssatzung genehmigt

Dem Antrag für eine Dacheindeckung auf einer Maschinenhalle in der Webergasse wurde einstimmig stattgegeben. Aus dem Schreiben verlas der Bürgermeister, dass die bisherigen Eternitplatten durch Trapezblech ersetzt und eine Photovoltaikanlage installiert werden soll. Was aber mit einer Ausnahmeregelung aufgrund der Gestaltungssatzung verbunden wäre, die vom Rat genehmigt wurde. Markus Kreßmann schlug Zementplatten für die Dacheindeckung vor, die auch in der noch ausstehenden Beurteilung durch Dorfplaner Tom Buchholz berücksichtigt werden sollen.