Friedl Albert, ehemaliger Konrektor an der Verbandsschule in Volkach feiert am Sonntag, 10. Mai, seinen 90. Geburtstag. Für seine umfangreichen und verdienstvollen Tätigkeiten wurde der Jubilar bereits mit vielen Auszeichnungen geehrt. So erhielt er im Jahre 1976 das Bundesverdienstkreuz und 1990 die Stadtplakette der Stadt Volkach in Silber. Seit 1954 war er mit seiner Ehefrau Elfriede verheiratet, die 2009 gestorben ist.

Der gebürtige Hassfurter kam nach dem Lehramtsstudium und nach Einsätzen in Dimbach und Kirchschönbach an die Volksschule Volkach, wo er bis 1987 als Lehrer und Konrektor tätig war. Außerdem legte er 1970 an der Uni Würzburg eine Sonderprüfung für die Didaktik des Englischunterrichts an Volksschulen ab.

Seine große Liebe galt der Jugend-, Medien- und Kulturarbeit, die er zum großen Teil heute noch ehrenamtlich ausführt. So war er einige Jahre Dekanatsjugendführer der katholischen Jugend, 1949 bis 1956 Leiter des Bunten Kreises für Laienspiel, Volkstanz und Singen. Höhepunkt war der Fränkische Laienspielwettbewerb 1955. Hier wurde der Bunte Kreis mit dem Spiel „Die Apfelblüte“ als beste Spielgruppe ausgezeichnet.

Viele Jahre war Albert kreatives Mitglied im Vorstand des Kreisjugendringes Gerolzhofen und später Kitzingen. Ferner bekleidete er acht Jahre lang das Amt eines Jugendschöffen, war Mitglied im Jugendwohlfahrtsausschuss und 15 Jahre lang Referent für Fest- und Feiergestaltung an der kath. Landvolkshochschule Münsterschwarzach. Von 1960 bis 1985 arbeitete er als Fachberater für Medienpädagogik im Regierungsbezirk Unterfranken eng mit dem Institut Jugend-Film-Fernsehen in München und dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus zusammen. Außerdem war Albert der erste Jugendfilmberater in Bayern. Zusätzlich entwickelte der Pädagoge eigenständig einen Lehrplan für den Filmkundeunterricht, der im ganzen deutschsprachigen Raum verbreitet und besonders empfohlen wurde.

So wurde das „Volkacher Modell“ zum Vorbild der Spielstellenarbeit über Bayerns Grenzen hinaus. Im Institut Jugend-Film-Fernsehen in München arbeitete er 15 Jahre im Vorstand, dazu viele Jahre an den Landvolkshochschulen Münsterschwarzach und Volkersberg. Albert organisierte in Volkach Filmveranstaltungen, gab bei Weihnachtssingen auf dem Volkersberg Anregungen für vorweihnachtliche Feiern, leitet bis heute zwei Theaterringe mit Film- und Theaterbeispielen, hält Vorträge, singt im Leistungschor und gestaltet Weihnachten und Fasching bei den Pensionisten.

Zu seinem Geburtstag wünscht sich Friedl Albert keine Geschenke sondern eine Spende für die Aktion Tabanka des Astheimer Ehepaars Schwab. Konto: IBAN: DE97 7906 9001 0001 5908 98. Archivfoto: Renate Reichl