„Hoffnung schenken – Frieden finden“ lautete das Thema der ökumenischen Aussendung des Friedenslichtes aus Betlehem für das Dekanat Kitzingen. Etwa 80 Besucher – vor allem Jugendliche – waren am frühen Sonntagabend auf den Schwanberg gekommen, um sich für den Frieden zu engagieren. Eingeladen hatte das Geistliche Zentrum Schloss Schwanberg, die Communität Casteller Ring, die Pfadfinder St. Michael, Stamm Schwarzer Adler Kitzingen, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Kirchliche Jugendarbeit Regionalstelle Kitzingen.

Im Mittelpunkt stand die Situation der Flüchtlinge und die politische Diskussion über die Zuwanderung der Menschen aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten. Gleich zu Beginn wurden die Teilnehmer mit Absperrbändern in Korridore eingeteilt. Dies sollte das Anstehen der Flüchtlinge vor Grenzen, Weitertransport, Registrierung oder für Berechtigungsscheine für medizinische Behandlung symbolisieren.

Mit Aussagen wie „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ (Grundgesetz), „Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen!“ (Matthäus-Evangelium) oder „Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg!“ (Mahatma Gandhi) wurden die Absperrbänder an der zweiten Station des Friedensweges symbolisch durchschnitten. Hier wurde das Licht von Betlehem auch an die Teilnehmer weitergegeben. Diese brachten das Licht mit ihren Laternen danach in ihre Gemeinden. Dekanatsjugendseelsorger Michael Hanft erinnerte in einer Ansprache an der Abschlussstation im Jugendhof daran, dass auch Jesus selbst als Kind auf der Flucht gewesen sei. Nicht Hartherzigkeit, sondern Barmherzigkeit sei die christliche Grundhaltung, mit der Menschen in Not begegnet werden müsse.