Auf der Fläche gegenüber dem Freizeitpark in Geiselwind, in Richtung der Autobahn, baut der Betreiber des Parks ein Ressort mit mehr als 20 Bungalows zum Übernachten. Dazu sollen auch ein Wirtschaftsgebäude mit Betriebswohnungen, ein Restaurant und ein WC entstehen. Das Ganze soll auf dem Gelände gegenüber der Staatsstraße entstehen, in unmittelbarer Nähe der Schleifmühle. Für das Projekt muss die Gemeinde ihren Bebauungsplan ändern, was bereits am Laufen ist. Im Gemeinderat wurden dazu die Stellungnahmen der angeschriebenen Behörden behandelt. Ein Problem ist dabei noch nicht gelöst. Wo und vor allem wie soll ein Fußgängerüberweg über die Staatsstraße errichtet werden?

Dazu äußerte sich Bürgermeister Ernst Nickel nur kurz, als ihn Gemeinderat Alexander Schilk fragte, wo die ebenso vorgesehene Bushaltestelle hin solle. Ob die Haltestelle derzeit nur nördlich der Straße auf der Seite des Parks geplant sei? Nickel bejahte das. Auf eine weitere Frage Schilks nach dem Überweg für die Fußgänger sagte der Bürgermeister, dass es dazu bereits mehrere Ortstermine mit dem Staatlichen Bauamt gegeben habe, jedoch noch keine Lösung. Das Landratsamt und die Planer arbeiten derzeit daran.

Die Stelle ist nicht ganz unproblematisch. Genau zwischen dem Park und dem geplanten Resort verläuft die Staatsstraße. Auf der schnurgeraden Strecke kurz vor Geiselwind gilt derzeit Tempo 80. Wenn Besucher des Resorts zum Park wollen, müssen sie die Straße irgendwie überqueren. Ob das mit einem Tempolimit, einem Überweg, einer Art Brücke oder auf andere Weise geschehe, sei noch offen, so Nickel. Er rechne nicht vor Herbst mit einer Lösung.

Ratsmitglied Schilk fragte weiter, ob erst eine Lösung für die Fußgänger gefunden werden müsse, bevor Gäste ins Resort einziehen dürften. Das habe damit nichts zu tun. Gäste dürften auch schon vorher dort einziehen, was er auch nicht verstehe, antwortete Nickel.

Der Bürgermeister trug die zum Bebauungsplan eingegangenen Stellungnahmen der Behörden vor. Dass sich der Bereich Naturschutz kaum dazu geäußert habe, "ist mir unerklärlich", sagte Nickel. Dafür habe man ein längeres Schreiben von der kommunalen Abfallbeseitigung erhalten, was für ihn neu sei.

Dass der Plan geändert werden müsse, liege daran, dass auf dem südlich gelegenen Gelände bisher lediglich Wohnungen für Betriebsangehörige erlaubt waren. Nun handle es sich um Wohnungen zum Beherbergen. Das teilte Thomas Schönberger von der Verwaltung mit. Das Ganze sei eine eher formelle Sache.