„Wir können stolz darauf sein, dass so viele Jugendliche zur Feuerwehr gehen.“ Viel Lob gab es am Freitagabend bei der jährlichen Feuerwehrversammlung in Seinsheim von Bürgermeister Heinz Dorsch nicht nur für die Jugendarbeit seiner Wehrleute.

Denn insgesamt sind es, einschließlich der zehn Jugendlichen, 52 aktive Wehrleute, die im Hauptort der gut 1000 Einwohner zählenden Vierergemeinde Dienst leisten. Auch die Tatsache, dass unter den Aktiven elf Frauen sind, eine Quote, die ständig ansteigt, sei wichtig, so der Bürgermeister. Denn wenn an einem Wochentag die Sirene heult, dann sind es vor allem die Frauen, die eine einsatzfähige Wehr gewährleisten.

Der Jugend, so ist sich Dorsch sicher, müsse auch bei der Feuerwehr etwas geboten werden – was mit dem neuen Feuerwehrfahrzeug nun möglich ist. Auch wenn die Wehren die Gemeinde Geld kosten, einen Zusammenschluss der Ortsteilwehren hält Dorsch für nicht sinnvoll. „Wenn etwas gebraucht wird, dann wird es auch gekauft, die Anforderungen der Wehren erfolgen immer mit Augenmaß“, so Dorsch.

Insgesamt neun Übungen hat die Jugendwehr im vergangenen Jahr durchgeführt, so Jugendwart Florian Bergmann. Einmal wurden dabei bei einer Nachtübung Hydranten gesucht. Gut besucht war die Winterschulung, beim Wissenstest wurde fünf Mal die Stufe Silber abgelegt.

Kommandant Stefan Düll berichtete von insgesamt 14 Übungen der Seinsheimer Wehr im Jahr 2011, darunter war auch eine Übung der Ortsteilwehren in Iffigheim. Höhepunkt war wohl die Weihe des neuen Feuerwehrfahrzeugs, eines gebrauchten LF8. Auch wenn es in Seinsheim keinen eigenen Feuerwehrverein gibt, hatte sie Wehr doch großen Anteil am gesellschaftlichen Leben im Ort, etwa beim Sonnwendfeuer, dem Waldfest oder der Beteiligung am historischen Markt.

Weitgehend ohne Beanstandungen fielen die Besichtigungen durch die Landkreisführung und den technischen Prüfdienst der Feuerwehrschule aus. Der Wunsch des Kommandanten: Eine konstantere Übungsbeteiligung, die zum Jahresbeginn immer etwas besser ist und im Laufe des Jahres abnimmt.

Beifall gab es für Kreisbrandrat Roland Eckert, der den Seinsheimer Feuerwehrlern einen Zuschuss des Feuerwehrkreisverbands in Höhe von 100 Euro für Jugend-T-Shirts versprach. Höhepunkt des Abends war die Auszeichnung von Manfred Merkert für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst durch Eckert.